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Essen ist eine Hochburg der Libanesen. In der Stadt leben etwa 6000 Libanesen, mindestens 1000 von ihnen sind nur geduldet und haben keine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis. Das Problem: Einige Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule und immer wieder kommt es zu Gewalttaten. Überfälle, Messerstechereien unter den Großfamilien und manchmal werden auch Schusswaffen eingesetzt. Die Clans wollen nicht, dass sich die Polizei einmischt, sie verweigern vor Gericht ihre Aussage und üben Selbstjustiz. Mit dem Projekt "Chancen bieten, Grenzen setzen" wollen Polizei, Justiz und Stadt die Probleme seit 2008 in den Griff bekommen. Mit mäßigem Erfolg. Die libanesische Familienunion in Essen bestreitet zwar die Vorwürfe der Selbstjustiz, nicht aber Gewalttaten und Schulschwänzer unter den Jugendlichen.
Als Gäste dabei:
- Jutta Eckenbach
CDU-Fraktion im Stadtrat von Essen - Klaus-Peter Netz
Leiter der Polizei-Inspektion Essen-Nord - Ahmad Omeirat
Essener Verband der Immigrantenvereine e.V. - Dr. Joachim Wagner
Fernsehjournalist und Autor des Buches: "Richter ohne Gesetz"
(Aufzeichnung vom 17.01.2012, Zeche Carl, Essen, 19:30 Uhr)
Moderatoren: Judith Schulte-Loh und Stefan Leiwen
Redaktion: Johannes Kirsch und Wolfram Zbikowski






