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Das Ziel der nordrheinwestfälischen Landesregierung ist klar: Alle behinderten Kinder sollen künftig in die Regelschule. So fordert es die UN-Behindertenrechtskonvention. Hat ein geistig behindertes Kind auf dem Gymnasium mehr Chancen als auf der Sonderschule? Bei dieser Frage geraten sich Behindertenvertreter, Pädagogen und Eltern in die Haare. Endlich erzwingt die UN-Konvention die Gleichbehandlung von Behinderten und Nichtbehinderten, sagen die einen. Welch ein Wahnsinn, sagen die anderen und verweisen auf die besonderen Fördermöglichkeiten für Behinderte in Sonderschulen.
Vor allem für geistig Behinderte und Lernbehinderte ist das UN-Recht auf gemeinsames Lernen umstritten: Lehrer in Regelschulen fühlen sich überfordert, nichtbehinderte Schüler und deren Eltern wehren sich gegen die sogenannte Inklusion. Sie fürchten, dass sie durch die Behinderten im Lernstoff zurückbleiben und Nachteile haben. Und auch viele Sonderpädagogen schlagen Alarm: Soll die bewährte Intensivförderung behinderter Kinder geopfert werden, nur damit alle gemeinsam zur Schule gehen? Das Phoenix-Gymnasium in Dortmund hat seit einem Jahr Erfahrungen gesammelt. Hier gehen fünf lernbehinderte Schüler in die sechste Klasse.
Als Gäste dabei:
- Heinz Dingerdissen
pensionierter Studienrat, der meint, dass gesunde und behinderte Schüler gemeinsam Opfer der Inklusion würden - Sylvia Löhrmann
Schulministerin NRW - Wilfried Steinert
Schulleiter und Verfechter "Schule für alle" - Jochen-Peter Wirths
Kritiker aus dem Landeselternverband Sprachbehinderter
(Aufzeichnung vom 12.12.2011, Phoenix-Gymnasium, Dortmund-Hörde, 15 Uhr)
Moderator Matthias Bongard
Redaktion Maria Sand-Kubow






