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Bildschirme im Hintergrund, davor diverse Schriftzeichen und Schriftzug "Töne, Texte, Bilder" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 08.10.2011, 15:05 bis 15:35 Uhr
Monitor mit Google-Suchergebnis-Seite; Rechte: dpa

 Kampf um die vorderen Ränge

Wer gesucht wird, hat gewonnen

Wie fällt die eigene Homepage bei Google auf?

Ein einfacher Mausklick kann manchmal über Millionen entscheiden. Jedenfalls dann, wenn er bei Google gemacht wird. Eine Webseite, die hier auf den ersten Plätzen landet, ist bares Geld wert. Aber der Weg in die Top 10 von Google ist steinig. Und deshalb gibt es Unternehmen, die sich auf die Optimierung von Websites spezialisiert haben. Norman Laryea hat sich angeschaut, worauf es ankommt, um bei Google und anderen Suchmaschinen ganz oben zu stehen.

Redaktion:

Willi Schlichting

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Wer gesucht wird, hat gewonnen-Wie fällt die eigene Homepage bei Google auf?

Das Manuskript des Beitrags

„Wir gehen da ungefähr von 200 Kriterien aus. Das heißt: man muss eine ganze Menge berücksichtigen, wenn man eine wirklich suchmaschinenfreundliche Webseite bauen möchte.“

Die Kriterien sind vielfältig und umfassen dabei auch jede Menge Details. Etwa die Frage, wie die Überschriften auf einer Homepage formuliert sind und wo sie stehen. Für die Firma Sumo sind solche Fragen Alltag. Das Unternehmen arbeitet im Bereich der„Suchmaschinenoptimierung“. Das bedeutet: jeden Tag machen sich die 32 Mitarbeiter darüber Gedanken, wie sie Internetseiten in Googles Ergebnislisten nach vorne bringen können. Vor allem „On“ und die „Off-Site“ Kriterien sind dabei wichtig.

„On-Site Kriterien ist all das was meine Seite ausmacht. Bedeutet also: textliche Inhalte, bedeutet Bilder, Videos, bedeutet die Struktur der Seite. Das ist alles was auf der Seite passiert. Off-Site bezeichnet alles was um die Seite herum passiert. Insbesondere wie viele Verlinkungen ich denn auf meiner Seite habe.“

Verlinkungen bedeutet: wie bekannt ist meine Homepage im Netz? Also, von wie vielen anderen Seiten ist sie erreichbar?

Qualität und Bekanntheitsgrad – diese beiden Faktoren sind letztlich maßgeblich für den Erfolg einer Webseite bei Google. Beim Optimieren ist dabei strukturiertes Vorgehen gefragt. Veronika Schyra, Mitarbeiterin bei Sumo.

„Im ersten Schritt schaue ich mir erstmal an wie die Seite insgesamt aufgestellt ist. Ob die Seite erstmal grob von der Struktur her den Google-Richtlinien bzw den Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung entspricht. Hinterher tausche ich mich halt mit meinen Arbeitskollegen aus, was die von der und der Idee halten das zu optimieren.“

Bis zu drei Tage dauert diese erste Analyse. Danach wird häufig in einzelnen Fachgruppen weiter gearbeitet. So gibt es etwa Suchmaschinenoptimierer, die auf einzelne Gebiete wie etwa „Shoppingseiten“ spezialisiert sind. Für diese Webseiten wissen sie genau, welche der 200 Google-Kriterien besonders wichtig sind. Fachwissen das vor allem in drei Branchen besonders gefragt ist. Christian Mauer.

„Die wettbewerbsintensivsten Branchen sind definitiv das Thema „Reisen“ also alles was mit Reisen zu tun hat – sehr umkämpft. Dann das Thema „Versicherungen und Finanzen“ ist extrem umkämpft. Und der Bereich „Mobilfunk“ der ist ebenfalls sehr umkämpft.“

Nur wer schnell im Netz gefunden wird kann in diesen Branchen mit Kunden rechnen. Das belegen auch Studien. Demnach wird der erste Platz bei Google bis zu zwanzigmal häufiger angeklickt als der neunte oder zehnte. Wenig verwunderlich also, dass manche Unternehmen deshalb auch viel Geld in die Suchmaschinenoptimierung investieren. Über 100.000 Euro zahlen manche Firmen – und das pro Jahr. Eine Seite nur einmal zu überarbeiten bringt in der Regel wenig.

„Im Prinzip ist es tatsächlich so, dass es ein dauernder Prozess ist, weil sich ja auch immer wieder die […] Relevanzkriterien ändern. […] Es gibt immer wieder kleine Updates von Google, die man immer wieder im Blick haben muss. Und deswegen ist es ein dauernder Prozess. Und der initiale Aufwand […] ist natürlich viel weniger als der Aufwand den der Kunde selber hat. Der muss es nämlich umsetzen. Und das auch wieder in Zusammenarbeit mit uns. Das heißt: der Kunde setzt was um und wir überprüfen das dann wieder."

Ein wenig wie beim Hausaufgaben machen. Als gute Note winkt am Ende ein Platz in den Top 10 bei Google.

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