Liga Live: Bundesliga-Konferenz in Gefahr?

- Sendung vom 08.12.2012, 15:05 bis 15:35 Uhr
Liga Live: Bundesliga-Konferenz in Gefahr?
Audiorechte für die Bundesliga sollen erstmals ausgeschrieben werden
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) setzt die ARD mit der erstmaligen Ausschreibung der Bundesliga-Audiorechte unter Druck. Betroffen wäre vor allem die populäre Samstagskonferenz im Radio mit bis zu acht Millionen Zuhörern. Bis Ende März 2013 sollen die Rechte für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 vergeben werden.
Das Interview mit Wolfgang Schmitz [Töne, Texte, Bilder]

- Nah dran mit der Konferenz
Laut der Deutschen Fußball-Liga (DFL) gibt es Konkurrenz für die ARD. Namen wollten die Sport-Funktionäre zwar nicht nennen, auch Unternehmen außerhalb der Medienbranche sollen Interesse an den Audiorechten für Bundesliga-Begegnungen angemeldet haben. "Wir gehen davon aus, dass es eine Konkurrenzsituation geben wird", sagte DFL-Marketingdirektor Jan Lehmann dem Sport-Nachrichtendienst SID. "Wir sind nicht unzufrieden mit dem, was die ARD macht. Aber jeder wird die gleichen Chancen haben."
ARD sieht sich gut gerüstet

- Wolfgang Schmitz ist zuversichtlich
Derzeit nimmt die DFL nach Informationen des SID etwa sieben Millionen Euro pro Saison für die gesamten Audiorechte ein. Die Verantwortlichen des Verbands erwarten zukünftig einen Erlös in etwa der gleichen Höhe. Die ARD, die mit ihrer "Bundesliga-Schalte" seit Jahrzehnten die Fußballfans am Radio bannt, sieht sich für den ausgerufenen Wettbewerb gut gerüstet. Wolfgang Schmitz, Hörfunkdirektor des WDR und Vorsitzender der ARD-Hörfunk-Kommission, sagte im Gespräch mit dem WDR-Medienmagazin "Töne, Texte, Bilder": "Ich glaube nicht, dass die Bundesliga-Schaltkonferenz in Gefahr ist. Die DFL weiß, was sie an der Berichterstattung im Radio hat."
Die Entscheidung fällt im März 2013

- Auch Interviews nach Spielende soll es weiter geben
"Der Preis steht nicht im Vordergrund, es geht nicht primär ums Geld. Es geht um eine neue Struktur und Ordnung", stellt es DFL-Marketingdirektor Lehmann dar. Wolfgang Schmitz dazu: "Diese Äußerung beziehe ich darauf, dass wir seit vielen Jahren sehr gut zusammen arbeiten - auch zur Zufriedenheit des Publikums." Er gehe nicht davon aus, dass die Übertragungskosten für die ARD ansteigen.
Der Verband müsse nicht automatisch den höchsten Bieterbetrag annehmen, so die DFL. Alle Interessenten werden voraussichtlich im Januar eingeladen, sich für die Teilnahme am Ausschreibungsverfahren registrieren zu lassen. Die DFL plant, die Entscheidung über die Rechtevergabe bis Ende März 2013 zu treffen.




