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Die Nachkriegszeit war Deutschlands Wilder Westen – das sagt Oliver Storz, Schriftsteller und Drehbuchautor und Regisseur vieler preisgekrönter Fernsehfilme. Und weil die letzen Kriegsmonate und die folgende Übergangszeit so aufregend waren, hört er nicht auf, davon zu erzählen. Sein Ton ist lakonisch, konzentriert sich auf aussagekräftige Details: „Als die Amis kamen, roch es nach echtem Kaffee, Desinfektionsmittel und nach so einem Natrongebäck“, erinnert er sich. Früh geschult an Hemingway und Faulkner, die für ihn die Größten sind, schreibt Storz seine Erlebnisse auf. So z.B. in den TV-Filmen „Drei Schwestern made in Germany“ oder in „Die Frau, die im Wald verschwand“. Der große Zweiteiler über Willy Brandt „Im Schatten der Macht“ ist die Ausnahme. Der Zeitzeuge Oliver Storz, Jahrgang 1929, erzählt in seinem letzten Büchlein „Die Freibadclique“ wie es kam, dass er mit 15 Jahren fast zur Waffen-SS gekommen wäre. Ein Luftangriff hat ihn davor bewahrt. Nichts hat ihn aber vor den Volkssturmeinsätzen bewahrt. Aber auch da hat er Glück und überlebt.
Redaktion:
Volker Schaeffer
Gisela Keuerleber im Gespräch mit dem Drehbuchautor Oliver Storz








