Donnerstag, 20.06.2013

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Telefonschnur, dazu der Schriftzug "Tischgespräch" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 30.07.2012, 09:20 bis 10:00 Uhr
Gebäudereinigerin Heidemarie Trumpp von der Putzfirma Nord-Service wischt am Mittwoch (16.11.2011) den Flur in einer Berufsschule in Schwerin. Im Osten verdienen Reinigungskräfte sieben Euro pro Stunde. Ein Schweriner Unternehmer möchte 8,50 Euro zahlen, fürchtet aber die Konkurrenz tariffreier Billiganbieter. Auf ihrem Bundesparteitag am Sonntag will die SPD einen gesetzlichen Mindestlohn einfordern. Rechte: dpa/Büttner

 Reinigungsdienste - schlecht bezahlt

Niedriglöhne

Wie klarkommen mit weniger als 8,50€ Stundenlohn?

Moderation: Achim Schmitz-Forte

Jede/r zehnte in NRW verdient mit seiner Arbeit noch nicht einmal 8,50€ pro Stunde, und selbst wenn das ein Vollzeitjob ist, kann man damit keine Familie ernähren. Viele Niedriglöhner haben aber ohnehin nur einen Minijob, sind sogenannte "Aufstocker", beziehen also zusätzlich Leistungen von der ARGE. Ihnen würde auch die branchenübergreifende Einführung von Mindestlöhnen nicht helfen. Kritiker argumentieren, Billiglöhne werden vom Steuerzahler subventioniert, Arbeitgeber halten dagegen, dass Deutschlands Wirtschaft ihre Stärke auch der Zurückhaltung bei den Lohnkosten verdankt.

Was ist Ihre Meinung: Sind Niedriglöhne Lohndumping? Ist selbst eine schlecht bezahlte Arbeit immer noch besser als Hartz IV? Wo sehen Sie die Grenzen der Zumutbarkeit? Haben Sie eigene Erfahrungen?

Studiogast: Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln

 

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Redaktion:

Ingrid König

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von GeKKo | 30.07.2012 10:59 Wie greift das Haus des Studiogastes gegen die Interessen Derjenigen, die da arbeiten, in das Geschehen ein?

"Dabei schaffen es die im Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB) organisierten Arbeitnehmervertretungen zumeist sehr ansehnlich, die Interessen ihrer mehr als 300.000 Mitglieder mit den Bedürfnissen der Unternehmen unter einen Hut zu bringen."

Warum nur haben die deutschen Gerichte eben diesen "Gewerkschaften" das Recht, den Titel Gewerkschaft zu tragen, abgesprochen?

Doch die tricksen weiter.
Denn Arbeitnehmern stehen 10.000e Euro an Nachzahlung zu. Ob sie das bekommen werden, steht in den Sternen.

Ich empfehle hierzu die Berichterstattung des ARD-Magazins PlusMinus.

von Klaus Wieck | 30.07.2012 10:58 @denke | 30.07.2012 10:54
"Ach ja, die Haare.
"Ist es - nebenher - nicht auch ein Zeichen einer heimlichen "Revolution" daß sich jetzt auch die Männer zunehmend der Kopfhaare ganz entledigen, ich sehe jedenfalls immer mehr Kahlköpfe.
Glatzen für die Herren, Kopftücher für die Damen; wie soll da ein Friseur noch anständige Stundenlöhne auf die Beine kriegen. "

Eine Pläte muss auch gepflegt werden.

von Renate Schuhmacher | 30.07.2012 10:58 Wenn die Löhne steigen, steigen auch die Preise beim Frisör.
Also schneiden wir weniger die Haare.
Demnächst laufen wir alle mit einer Löwenmähne umher.
Oh wie qualliviziert waren die Äußerungen. Hahahaaaa

von Marianne Petrick | 30.07.2012 10:58 Es ist eine Chuzpe des WDR5-Ankömmlings Schäfer
Voll auf die Ohren der Experte für den kaum existierenden
Arbeitsmarkt. Ein Dampfplauderer mit Beleidigungseffekten
In seinen Aussprüchen Bekundungen.
Äh äh äm mh am hem em äeh natürlich aäh
Ein Affront gegen Menschen ohne Arbeitsplatz, die
um H4 zu entgehen, ihre Individualität abtreten
an christl.liber.Politiker,großzügige Unternehmen,die
auf Kosten der Allgemeinheit BürgerInnen im Traumjob
unter Mindest- oder AufstockerLohn verwenden.
H.Schmitz.F.& H.Schäfer: Es handelt sich nicht um
prekär gebildete, sondern es sind sowohl hoch qualifiziert
Ausgebildete als auch jahrelange kompetent Beschäftigte, die
den Arbeitsplatz verlieren mussten.

von Martin Schulz | 30.07.2012 10:57 Der Studiogast war rhetorisch gut geschult und mit allen Wassern gewaschen. Er verkaufte uns die Niedrigjobs mit dem Argument, dass es ja alles noch schlechter sein könnte. Sein 'gutes' Beispiel war ein armer Friseur, der es sich nicht leisten könnte, Angestellten Mindestlohn zu zahlen. Wir haben hier an jeder Ecke einen Friseurladen. Da gibt es von den vielen bestimmt irgend einen, der nicht viel verdient, die anderen dafür offenbar genug. Aber dann schneide ich als Friseurmeister selber die Haare, statt mich mit Billiglöhnern zu versorgen, oder gebe das Geschäft auf. Ein anderes Beispiel, das der Herr leider nicht brachte: Gastronomie und Hotel, mit halb-legalem 5 Euro Job (halb angemeldet) als Kellner oder bei der Rezeption. Dank FDP-Steuergeschenk für die Hotels ersticken die Besitzer bzw. Pächter im Gewinn. Und das 'beste' daran: sie zahlen immer noch zwischen 5 und 6 Euro für das Personal, haben aber Probleme: 'wohin mit dem Geld?' Das sind die Fakten, die nicht erwähnt wurden.


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