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Telefonschnur, dazu der Schriftzug "Tischgespräch" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 27.08.2012, 09:20 bis 10:00 Uhr
Verkaufsartikel der Kinderbuch-Figur Prinzessin Lillifee Rechte: dpa/Gentsch

 Ein Traum in rosa?

Das rosa Überraschungsei

Was halten Sie von geschlechtsspezifischem Spielzeug

Moderation: Jürgen Wiebicke

Die neuen Überraschungseier in Rosa, deren Schokoladenhüllen sehr dünne Feen bergen und die für Mädchen produziert wurden, beleben die Debatte um geschlechtsspezifisches Kinderspielzeug: KritikerInnen befürchten, solche und ähnliche Produkte könnten Mädchen schon beim Spielen auf die Rolle der niedlichen Prinzessin konditionieren. Marktforscher weisen darauf hin, es sei das Recht der produzierenden Unternehmen, die natürliche Vorliebe für Rosa bei Mädchen gewinnbringend zu nutzen.

Wasserpistolen und Baukästen für Jungen, überschlanke Puppen in Hotpants und Miniröcken für Mädchen: Wie bewerten Sie diese Aufteilung des Kinderzimmers? Welche Aufgabe haben Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen in diesem Zusammenhang? Gewinnen Ihrer Einschätzung nach alte Rollenbilder wieder mehr Gewicht in der Erziehung?

Studiogast: Prof. Dr. Rita Casale, Bergische Universität Wuppertal

 

 

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Redaktion:

Gesa Rünker

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Ihre Meinung zu dieser Sendung:

von Anonym | 27.08.2012 10:59 @ Rüdiger Stobbe | 27.08.2012 10:05
Manchmal kommt das Kind im Manne zum Vorschein?
Hat heute irgend jemand davon geschrieben, gesprochen,
dass aus Jungen Mädchen werden sollen?
Wann ist ein Mann ein Mann? (Herbert)
Vermutlich springt das Barbie-Gen bei Berühren von rosafarbenem Spielzeug über?

von brygyt | 27.08.2012 10:55 Wenn Männer ihre männliche Identität nicht leben können, werden sie zu Machos.
Sie werden nicht weicher sondern härter.

von Martin Schulz | 27.08.2012 10:48 Eine sehr gute Sendung, eine sehr gute Expertin! Wie immer beim Thema Emanzipation sehr viel Aggression im Gästebuch gegen eine emanzipatorische Erziehung beider Geschlechter statt der Rollenklischees. Sehr gut der hiesige Beitrag von brygit: die Darstellung der Frau als minderwertig und die Erwähnung der Gewalt gegen Frauen als Objekte in der Pornographie, die leider schon von Minderjährigen gesehen wird. Zig Gewalttaten und Morde an Frauen, zb. wenn sie sich trennen wollen, sind zur Tageslektüre geworden, erschlagen, erstochen, erschossen. Früh gelernt, dass Jungs 'kämpferisch' sein sollen, statt zu reden. Puppen für Mädchen, Waffen für Jungs, Messer, Pistolen, Gewehre. Der Vorteil: damit kann man Menschen töten. Wie in einem Fall, der mir in Erinnerung ist, sogar die eigenen Eltern dieser Jungs, um schneller an das Erbe zu kommen. Na, da hatte die Erziehung der Jungs mit Waffen zumindest ein Ergebnis.

von ruth Heppner,+Herten | 27.08.2012 10:40 Frauenfragen sind auch Männerfragen. Es geht doch auch darum wie wollen wir zusammen Leben. Doch wenn durch die Spielzeugwelt gerade wieder mehr die Mädchen auf typisch weibliches getrimmt werden und Jungens auf typisch männliches getrimmt werden, wird es auch schwierig eine Persönlichkeit oder Veranlagung zu fördern. Durch spielen sollen die Kinder ihre ganze Welt entdecken und das geht nicht wenn versucht wird, jedem nur eine Seite der Welt im Spiel zu entdecken. Wir brauchen Jungen und Mädchen die sich für Technik interessieren und das auch die Gefühle nicht zu kurz kommen. Mädchen sind keine Puppen, die sich anpassen sollen um nur auf den Prinzen zu warten, sonderen sebstbewußt sich ihren Weg ins Erwachsenenleben suchen sollen. Das gleiche gilt für Jungens. Dafür ist es notwendig gegenseitig wieder mehr Respekt für einander zu haben. Das würde unser Gesellschaft gut tun.

von brygyt | 27.08.2012 10:19 Frauen und Männer sind unterschiedlich, mit sich ergänzenden Eigenschaften.
Männer und Frauen ergeben zusammen den kompletten Menschen. Sie brauchen einander.

Leider werden diese Besonderheiten von der Wirtschaft, ganz besonders die der Frau missbraucht, karikiert und als minderwertiger dargestellt.
Der Körper der Frau wird ausgebeutet.

Die Darstellung von Gewalt und Sexualverhalten in Mainstream-Pornografie, schafft Verwirrung und Verunsicherung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Hier passieren die Manipulationen der Geschlechterrollen und Geschlechtereigenschaften in schlichter primitiver Form.

Ich beobachte das die Achtung und der Respekt für einander abnehmen und der Geschlechterkampf eine andere Dimension annimmt, versteckter und härter. Eine Entfremdung beobachte ich.


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