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Telefonschnur, dazu der Schriftzug "Tischgespräch" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 17.10.2012, 09:20 bis 10:00 Uhr
Bundesbildungsministerin Annette Schavan Rechte: dpa/Schutt

 Bald nur noch Frau Schavan?

Die Debatte um Schavans Dissertation

Wird gerecht ist die Auseinandersetzung mit der Bundesbildungsministerin?

Moderation: Achim Schmitz-Forte

Der Fall Annette Schavan (CDU) erhitzt die Gemüter in Politik und Wissenschaft. Internet-Plagiatsjäger hatten der Bundesbildungsministerin schon länger vorgeworfen, in ihrer Arbeit zum Thema "Person und Gewissen" weite Passagen nicht korrekt mit Quellenangaben versehen zu haben. Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf leitete eine Prüfung ein. Ein Gutachter stellte nun "eine leitende Täuschungsabsicht" fest, wie Medien unter Berufung auf einen vertraulichen Entwurf berichteten. In Schavans Arbeit sei das "charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise" erkennbar.

Schavan kritisierte im Gegenzug die Universität dafür, dass sie den Inhalt des Gutachtens erst aus der Presse erfahren habe. Einige Vertreter der deutschen Wissenschaft kritisierten das Plagiatsverfahren insgesamt gegen die Ministerin scharf und forderten ein Zweitgutachten.

Was ist Ihre Meinung? Wird hier eine Kampagne gegen die CDU-Politikerin gefahren? Gegen eine Vertraute von Bundeskanzlerin Merkel? Oder muss Sie als Bundesbildungsministerin zurücktreten, wenn selbst kleinere Ungenauigkeiten in Ihrer Doktorarbeit nachgewiesen werden? Darf man einen über 30 Jahre alten Doktortitel einfach so aberkennen, ohne die Lebensleistung der Person zu berücksichtigen? Wie streng müssen die Maßstäbe für unsere Politiker sein?

Studiogast: Jürgen Kaube, Ressortleiter "Geisteswissenschaften" bei der Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

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Redaktion:

Andreas Blendin

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Ihre Meinung zu dieser Sendung:

von GeKKo | 17.10.2012 10:59 Hinter der FAZ steckt immer ein kluger Kopf?
Mir kam gelegentlich die Frage, von wo geguckt wird.
Jedenfalls bestätigt die Äußerung des Studiogastes zu den medizinischen Doktortiteln eine bestimmte Richtung diser Betrachtung nicht!

Interessant fand ich den Anruf, wonach - meist ohne Öffentlichkeit - im öffentlichen Dienst oft 30 Jahre zurück Titel, Prüfungen revidiert & die Personen aus dem Dienst entfernt werden.
Warum sollten bei Frau Schavan andere Regeln gelten?

Um als Ministerin tätig zu sein braucht sie keinen Titel.
Sie wurde berufen und vereidigt.
Doch ausgerechnet als Wissenschaftsministerin mit einem solchen Vorgang im Nacken - wie kann das nur in Erwägung gezogen werden.
Dann ihre Fundamentalkritik an dem Copy&Paste-Mann ...

@ M. | 17.10.2012 09:53
Gute Anmerkung!

@ Thomas Breslauer | 17.10.2012 09:13
Antwort: Nein.
Es wird der eigene Anteil geprüft.

Vor 30 Jahren hat mein Professor bereits gesagt, es würde nur noch abgeschrieben.
Das würde immer schlimmer, je mehr PC

von Marianne Petrick | 17.10.2012 10:56 Aus einem Schreiben von mir an den WDR5 im April 2012

„Die allseits gelobte ForschungsMinisterin Schavan,
Studium per Bezahlen der SteuerzahlerInnen,
Röm. Kath. Theologie a.d. Uni Düsseldorf, Bonn.
Danach vornehmlich klerikal tätig, benutzte auf Kosten
der SteuerZahlenden im März 2012 die Bundeswehrflug-
bereitschaft für ihren persönlich freienwilligen PapstRatzinger-
Besuch zur Erhellung ihrer geistig-pseudo christlichen
Eignungen: Kosten laxe ~150.000 €. Übrigens, ihre Diss,
als streng religiöse Katholikin, hat‘s in sich, genannt Plagiate.
Vielleicht gab Papst Ratzinger ihr Absolution im Halllllelllu-Jahr, das noch bis einschl. Oktober d.J. akut ist.
Danach sollte sie sich um ihre gesponserten Flugkosten kümmern.
Sonst gelangt sie doch noch in die konstante Verdammnis, in die ewig brennenden Höllenfeuer, in denen die SünderInnen & Abtrünnige von der RKK ,lt. Papst Ratzinger, auf ewig verdammt seien.“

von GeKKo | 17.10.2012 10:47 Liebe E. Sonnen | 17.10.2012 09:41
Ich wäre dankbar, den Begriff "Hexenjagd" nicht zu verharmlosen.

Wenn Frau Schavan von Schavanplag zurecht kritisiert wird, dann schmückt sie sich zu unrecht mit einem akademischen Grad.
Wer die Kritik an Frau Schavan nicht ernst nimmt kritisiert im Grunde genommen das Strafgesetzbuch, in dem mit § 132a missbräuchliches Führen akademischer Titel unter Strafe gestellt wird.

Üblicherweise wird bei Diplom, Doktorarbeit eine Eidesstattliche Erklärung verlangt. Da muß bestätigt werden, daß die Arbeit eigenständig, ohne fremde Hilfe und nur unter Verwendung er angegebenen Quellen verfaßt wurde.
"Ungenaues Zitieren" ist also genau betrachtet BETRUG!

Bei Schavan geht es offensichtlich weiter als "mal ein Fehler".

Lieber Gereon Olbrisch | 17.10.2012 09:01,
vielelicht sollten Sie die vom WDR empfohlen Suchmaschine IXQUICK bemühen?
http://www1.wdr.de/themen/digital/google152.html
Sie werden viele Treffer aus Mai erhalten!
Das ist also länger bekannt.
_

von Doris Hauptmann | 17.10.2012 10:46 Wenn hier die Frage aufgeworfen wird, warum hauptsächlich Personen aus dem Regierungslager als Plagiatoren enttarnt werden, dann ist die Antwort ganz einfach.

Tatsächlich sind die Täuscher in großer Mehrzahl Polit-Karrieristen aus CDU/CSU und FDP.
Offensichtlich ist die Neigung zu täuschen und mit einem gefälschten Ticket die Leiter ganz nach oben zu fahren, bei diesen Leuten besonders hoch.

Das überrascht nun wirklich nicht.

von brygyt | 17.10.2012 10:46 Wettbewerb ist doch das Zauberwort welches aus dem Munde der Politiker kommt.

Dieses gnadenlose Klima welches in unserem Lande herrscht ist unter anderem ein Ausdruck dieses Wettbewerbs.
In der Vergangenheit konnte man sehr gut kleinliches Verhalten den Kleinen gegenüber wahrnehmen.
Wegen Minibeträgen wurde tagelang diskutiert. Die Auswirkungen dessen sind beträchtlich. Nun schlägt es wie ein Bumerang zurück.

Die Bevölkerung die angehalten wird Stromanbieter zu vergleichen und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln und so beschäftigt wird , damit nicht viel Zeit für Muße und Nachdenken bleibt.
Dieses ständig auf der Hut sein müssen weil die Gefahr der Vorteilsnahme von irgendjemand besteht ist unerträglich.
Die Politiker müssen diesen Druck den sie aufbauen auch für sich gelten lassen.
Es wird Zeit auf Besinngung was wir eigentlich wollen.


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