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Ein in Amerika produzierter Film, der den Islam diffamiert und ausschnittweise im Internet zu sehen ist, hat in der arabisch-muslimischen Welt für erhebliche Unruhe gesorgt. Bei den Freitagsgebeten hatten mehrere Imame dazu aufgerufen, den Islam zu verteidigen, woraufhin aufgebrachte Horden westliche Einrichtungen stürmten. Es gab Tote und zahlreiche Verletzte. Im Sudan wurde die deutsche Botschaft abgefackelt. Bereits am vergangenen Mittwoch waren der amerikanische Botschafter in Libyen und drei seiner Mitarbeiter ums Leben gekommen.
Mit welchen Eindrücken und Gedanken beobachten Sie die Geschehnisse? Der Film war ein Auslöser, wo sehen Sie Ursachen des Konflikts? Was sollten die USA und die westlichen Länder tun, um die Gewalt zu stoppen?
Studiogast: Michael Lüders, Nahost-Experte
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Gundi Große
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Ihre Meinung zu dieser Sendung:
von Anonym | 17.09.2012 10:59 Langsam fühle ich mich an die Zeit nach dem 11.9.2001 erinnert.
Da wurde es über eine große lange Schwarze Liste (natürlich inoffiziell - aber (fast?) alle hielten sich dran) verboten, z.B. Lieder der wunderbaren Joan Baez und dem eben solchen Bob Dylan in den Medien zu spielen.
Selbst die schönen Lieder Here comes the Sun & Imagine von George Harrison & John Lennon durften nicht gesendet werden.
Wir können uns also vorstellen, wo es endet, wenn die Einpeitscher und Hassprediger aller Regionen und Vereinigungen sich mit ihren Zensoren durchsetzen.
Ob ich das hier noch schreiben darf?
von spedding | 17.09.2012 10:59 @Nina
Es ist in der Tat so, dass der Islam im Leben vieler Muslime eine größere Rolle spielt als für Christen das Christentum. Deshalb sind Muslime mit ihrer Kultur des Respekt, der Ehre schlecht integierbar. Aber Christen sind es die in unserem Land dafür arbeiten, dass viele Muslime Sozialhilfe bekommen.
von Detlef Köpf | 17.09.2012 10:57 Wie schon in der Sendung von mir gesagt, ist Toleranz gegenüber Andersdenkenden für mich ein hoher Wert in unserer Gesellschaft und in der Demokratie.
In diesem Sinne lehne ich jede Form der Gewalt gegenüber Andersdenkenden ab,so auch den Anti-Mohammed-Film als eine nicht-körperliche Form der Gewalt.
Meinungsfreiheit hat für mich ihre Grenzen gerade in der Demokratie dort,wo sie Andersdenkende beleidigt,diffamiert.Die Meinungsfreiheit sollte in diesem Sinne in differenzierter Herangehensweise in Schranken gewiesen werden,soweit möglich juristisch,jedenfalls moralisch in gesellschaflichem Konsens darüber in einer menschlichen,immer gewaltfreieren Demokratie.
Höchste Verantwortung haben in einer solchen Beförderung von demokratisch verstandener Meinungsfreiheit die Medien.
Vorbild ist für mich das WDR5 Tagesgespäch und seine Moderatorin und Moderatoren,bei dem jeder Meinungsverschiedenheiten in Diskussion austragen kann. Gast Michael Lüders entsprach diesem Denken auch voll.
von brygyt | 17.09.2012 10:53 Frieden entsteht im „Herzen“,
Die Vorrausetzungen für den inneren Frieden, die sich dann im Äußeren Frieden ausdrückt, sind schon lange bekannt.
Internationale Friedensforscher haben das für Jedermann, verständlich formuliert.
Um weltweiten Frieden herzustellen bedarf es der Bildung und sozialer Gerechtigkeit.
Viele Länder sind weit davon entfernt.
Ein Mensch der zufrieden ist, schafft wiederum Frieden, wie schon in diesem Wort zufrieden zu finden ist.
Ich glaube aber das es eine Minderheit gibt, die nicht unbedingt am Frieden interessiert ist.
Im Namen der Freiheit werden alle möglichen Produkte und Dienstleistungen als Freiheit verkauft die dann wiederum zur Unfreiheit führen.
von Karina | 17.09.2012 10:51 Danke Margarete Siebert 9:18, Sie sprechen mir aus der Seele. Warum lassen die westlichen Regierungen die Provokateure gewähren ? Der Verdacht drängt sich auf, dass man die Krawalle nicht ungern sieht, lenken sie doch von unsern eigenen Problemen ab und die Aufmerksamkeit der Bürger auf einen Sündenbock.
Dies kann auch die Proteste eindämmen, wenn demnächst wieder gegen ein islamisches Land Krieg eführt wird.