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Telefonschnur, dazu der Schriftzug "Tischgespräch" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 17.03.2010, 09:20 bis 10:00 Uhr

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von Jutta Dalhoff | 17.03.2010 10:56 Dank Heide Pfarr sind die entscheidenden Aspekte der Debatte um die Frauenquote ganz unaufgeregt deutlich geworden. 1. Es handelt sich um eine leistungsabhängige Ergebnisquote, die durch Maßnahmen wie z.B. der flexiblen Arbeitszeitgestaltung im Lebensverlauf von Frauen und Männern begleitet werden muss. 2. Objektive und transparente Entscheidungen sind auch in Stellenbesetzungsverfahren nicht die Regel, insofern müssen diese weiter angestrebt, aber vor allem durch eine verbindliche Ergebnisquote für Frauen ergänzt werden - solange diese in Feldern, die für höheren Verdienst und Reputation stehen unterrepräsentiert sind. 3. Frauen sind keine besseren Menschen müssen aber die ihrer Qualifikation angemessenen gleichen Karrieremöglichkeiten wie Männer haben. Männer wiederum können nur durch eine der Verantwortung auch angemessene Dotierung in die so oft als frauendominiert beklagten Felder-Stichwort benachteiligte Jungen in der Primärerziehung-integriert werden, dies käme allen zugute!

von Sylvia Götting | 17.03.2010 10:28 Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe mit großer Freude der niveauvollen Argumentation in Bezug auf die so genannte „Frauenquote“ gelauscht und möchte hier folgenden Gedankengang ergänzen:

Wie wäre es, wenn wir entsprechend – der Ausgeglichenheit wegen – auch von einer „Männerquote“ sprechen, nämlich, wenn es um Berufe im sozialen Bereich geht. Dort herrscht ja nicht gerade ein Frauenmangel, übrigens auch keine schlechte Qualität, ob in Führungs- oder untergeordneten Positionen.

Also könnten wir dementsprechend folgern, dass Frauen einer „Quote“ als Zulassungskriterium bedürfen, wenn es darum geht, Profit zu machen.

Ich finde, ein sehr nachdenkenswerter Punkt.

von E. Eipp | 17.03.2010 10:15 Allein die Tatsache dass über Quoten gesprochen wird ist meiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass wir in Sachen Gleichberechtigung von Mann und Frau nach wie vor in der Steinzeit leben.

Männer entscheiden für Männer und Frauen in Führungspositionen entscheiden (Katastrophe!) auch für Männer, da die Führung nach männlichen nicht nach weiblichen funktioniert. Es ist doch ein einfaches Prinzip und allgemein bekannt (u. biologisch bedingt) dass Frauen eher im Interesse der Allgemeinheit handeln, als an sich zu denken. Das würde unserer Gesellschaft, der Ökonomie und der Ökologie guttun. Leider findet sich dieses Prinzip auch in privatem Umfeld. Das Patriarchat ist tief verwurzelt und wird noch lange Zeit brauchen bis es sich (wenn überhaupt) ändern wird. Die 60er waren nur ein Anfang. Der Kampf geht weiter. Auf geht's für die Zukunft und unsere Kinder!

von Werner Pilarczyk | 17.03.2010 10:15 Die Auseinandersetzung geht grundsätzlich von einer (wie ich finde) falschen Prämisse aus: nämlich, dass sog. Führungs- oder "Alpha"positionen des Menschen ganzes Glück und Streben sind. Dies einmal gedacht, wird jede(r), der sich mit "weniger" (?) Karriere begnügt, zwar nicht immer mitleidig belächelt; jedoch wird billigend in Kauf genommen, ein Leben unterhalb der Chefetage als nicht so recht gelungen zu insinuieren. Darüber hinaus wird zuwenig bedacht, dass Menschen 1. nicht nur aus Beruf und 2. nicht nur aus Geschlecht bestehen.

von Carolus Magnus | 17.03.2010 10:06 Die Telekom handelt aufgrund der demographischen Entwicklung aus einer wirtschaftlichen Notwendigkeit heraus. Um zukünftig weiterhin ausreichend geschultes Personal einstellen zu können, kommt man um einen höheren Frauenanteil schlicht nicht mehr vorbei. Dabei geht mir eine Quote von 30% nicht weit genug - es sollten 50% sein. Nur das wäre m. E. mit dem im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz konform.
Wie auch immer, ich hoffe, dass diese Entscheidung von allen (zumindest den börsennotierten Unternehmen) übernommen wird, oder aufgrund gestzlicher Regelungen (EU?) übernommen werden muss, und dass hiervon eine große Ausstrahlung gerade auch auf die Länder ausgeht, in denen die Emanzipation der Frau erst noch beginnen muss.


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