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Telefonschnur, dazu der Schriftzug "Tischgespräch" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 15.03.2010, 09:20 bis 10:00 Uhr

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von Lehrerin | 15.03.2010 10:50 Als ausgebild. Hortnerin mit Berufserfahrung u. Realschullehrerin mit 30 J. Berufsausübung incl. mehrere Jahre Tätigkeit in einer Geistig-Behind.schule weiß ich wovon ich rede.
Zum Nachdenken bevor man anderes lobt:
1. in Finnland sind die Klassen kleiner, weil garnicht genug Kinder für größere Klassen da sind. Deswegen auch die Zusammenlegung von 2 Jahrgängen in 1 Klasse!
2. Die Abschaffung der Sonderschulen in and. Ländern erfolgt zur Einsparung von Finanzen. Nach außen wird das mit sozialem Edelgrund verkauft.
3. Muß man wieder die Lehrer zur Rettung der Nation verdammen? Integration muß im tägl. Leben stattfinden nicht nur in Schulen und danach landen die Menschen in Behinderten-Werkstätten.
Schulen, Sportvereine, Firmen, Häuser der off. Tür etc. könnten Partnerschaften übernehmen etc...
4. Es ist traurig, daß Eltern ihren Kindern die hochqualifizierte Ausbildung in Sonderschulen vorenthalten weil die Politik/Gesellsch. alles andere als das Abi minderwertig redet.

von Wolfgang Kirmes | 15.03.2010 10:00 Die entscheidende Frage ist doch was am Ende rauskommt. Sprich nach 10 Jahren Schule was können die Kinder? Sind sie bereit für den Arbeitsmarkt/Ausbildung?
Zu diesem Zeitpunkt werden alle Theorien und alle Untersuchungen für die Schulzeit auf den Boden der Tatsachen gestellt. Es ist dann entscheidend was in der Schule wirklich gelernt wurde, ob die Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt haben. Landen Sie letztlich in einer Behinderteneinrichtung oder doch als Anlernling oder Lehrling in einem geregelten Arbeitsverhältnis. Aus meiner Erfahrung an der Förderschule weiß ich, dass man mit einem Hauptschulabschluss der Klasse 9 (kann man an der Lernbehinderten Schule erwerben) bei Handwerksbetrieben auch gern genommen wird. Hier zählt natürlich auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitgebern ins besonders durch Praktika.
Bei der Integration hab ich das Gefühl, wir tun mal so als ob die Kinder hier was lernen, aber im Grunde ist das sowieso egal, da sie ja sowieso in der Behindertenwerkstatt landen.

von Delef Heine | 15.03.2010 09:59 Das ist wieder eine typische Gutmenschen-WDR5- Sendung. .....Meine Schwiegermutter war GrundS-Lehrerin, vielleicht würde man einfach nur die Praktiker fragen, als eine Dame als Gast, die von berufswegen hierzu eine positive Meinung haben muss. Meine SchwiegerM musste Klassen mit mehr als 30 Kinder unterrichten., Wie soll das gehen, mit einer Halbtagsstelle zusätzlich? Die Kinder kommen heute schon mit Mängeln in der Erziehung in die Klasse, hier schon schaffen es die Lehrer nicht, die Mängel aufdzufüllen...Meine Kinder würde ich nicht in eine solche Grundschule schicken, ganz klar.

von Gereon Olbrisch | 15.03.2010 09:48 Gerade bei diesem Thema wird oft zu wenig differenziert. Ich selbst bin schwerbehindert, habe aber zum Glück verständnisvolle Lehrer gefunden. (Alles andere hätte ich auch behindertenfeindlich gefunden.) Ich habe die Regelschule besucht, Abitur gemacht und das Studium der Theologie abgeschlossen. Natürlich wurde dabei auch auf mich Rücksicht genommen (besonders im Sportunterricht und bei Schreibzeitverlängerungen). Von daher halte ich es für unverantwortlich, wenn bei Behinderungen nicht genügend differenziert wird. Das kann leicht zu nicht behinderungsgerechter und damit u.U. behinderungsfeindlicher Behandlung führen. Dies ist in der Gesellschaft (auch in Kirchen, wie ich selbst erfahren musste) leider sehr weit verbreitet, und es wäre schön wenn es zumindest im Schulbereich etwas aufgebrochen werden könnte.

von Peter Maresch | 15.03.2010 09:41 Mein Sohn wurde vor fast 15 Jahren eingeschult und damals wurde -quasi als Experiment- eine Integrative Klasse mit 5 geistig behinderten Kindern gebildet. Unsere Erfahrungen waren durchweg positiv. Sowohl die behínderten als auch die "normalen" Kinder haben profitiert. Die behinderten zeigten einen unerwarteten Lernfortschritt, während die "Normalen" ein großes Maß an zwischenmenschlicher Rücksichtnahme entwickelten.

Wir können nur zuraten, diese Konzept weiterzuführen!


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