s

Telefonschnur, dazu der Schriftzug "Tischgespräch" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 02.08.2012, 09:20 bis 10:00 Uhr
Polizisten räumen am Mittwoch (01.08.2012) das Occupy-Camp in Düsseldorf. Ohne größere Gegenwehr haben Polizisten ein zur Occupy-Bewegung gezähltes Lager in der Düsseldorfer Innenstadt geräumt. Foto: Daniel Naupold dpa

 Ã–ffentlicher Protest? Nein danke!

Die Occupy-Bewegung

Schluss mit der Bankenbesetzung?

Moderation: Ralph Erdenberger

Das Düsseldorfer Occupy-Camp ist von der Polizei geräumt worden. In Frankfurt wehren sich die Kapitalismuskritiker noch juristisch dagegen, dass ihr Zelte vor den Banken abgebaut werden. Aber viele Schlagzeilen macht das nicht mehr.

Was sagen Sie zu der Protest-Bewegung, die vor einem halben Jahr noch als neue Graswurzelbewegung Furore machte? Damals gingen Tausende auf die Straßen - in Düsseldorf trug die Polzei jetzt 30 friedliche Demonstranten weg. Ist der Aufstand gegen den ausufernden Finanzkapitalismus beendet? Und wäre das, wenn ja, in Ihren Augen gut so? Oder teilen Sie die Kritik der Aktivisten, bemängeln aber die Art und Weise, in der sie gegen das bestehende System opponieren? Warum schließen sich wenige den öffentlichen Protesten an - obwohl so viele privat ihren Unmut äußern?

 

Studiogast: Dr. Dr. Peter Ulrich, Soziologe & Protestforscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

 

Rufen Sie uns an - kostenlos unter 0800 / 56 78 555.

Hier geht es zum Podcast des Tagesgespräches

 

Redaktion:

Regina Tanne

vorherige Sendung vorherige Sendung

nächste Sendung nächste Sendung



Von 8:45 bis 11 Uhr hier das aktuelle Thema kommentieren

Bitte den "Knigge fürs Kommentieren" beachten [Forumsregeln]


Hier können Sie Ihre Meinung zum aktuellen Thema des WDR5-Tagesgesprächs und zur Sendung äußern. Für allgemeine Anfragen, Anregungen und Rückmeldungen nutzen Sie bitte die Möglichkeiten, die wir auf unserer Kontakt-Seite anbieten. Vielen Dank!


Liebe Nutzerinnen, liebe Nutzer,
bitte teilen Sie uns Ihre Meinung zum Thema des Tagesgesprächs über das Gästebuch unter Angabe Ihres eigenen Namens oder anonym mit. Bitte melden Sie unter tagesgespraech@wdr.de, falls unter Ihrem Namen mißbräuchlich ein Eintrag getätigt wurde.
Wir können nicht prüfen, ob Name oder Mailadresse eines Absenders der Wahrheit entsprechen und möchten an dieser Stelle deshalb auf die  Grundprinzipien der "Netiquette" erinnern: Die Kommentierungen sollen fair und sachlich sein - und unter eigenem Namen oder "anonym" abgegeben werden. Eine bewusste Irreführung durch Angabe eines Namens anderer Nutzerinnen oder Nutzer ist unfair und feige.


Ihre Meinung zu dieser Sendung:

von GeKko | 02.08.2012 10:59 Wie öfter mal brodelt es zum Ende des Gästebuches.
Die Sendung ist hörenswert.
Und ich wünsche den hiesigen LeserInnen, daß sie es bis zu den interessanten Beitraägen ...

von Marcel Partap | 02.08.2012 10:59 Zukunftsoptimierung-Domain registriert.. jetz gehtz ans Server konfiggen...

Leute, wenn wir alle für den Weltfrieden arbeiten und es jeden Tag im Herzen tragen - wer soll uns aufhalten? :)

von Berti SR | 02.08.2012 10:59 Was soll den dieser plattitüdische Dogmatismus ? >

"von Claus Plantiko 10:46
Occupy ist eine von vielen Arten, Alternativen zur "alternativlosen" Hörigkeit zu demonstrieren, mit der Bundesregierung, -tag und -rat in entlarvender Ununterscheidbarkeit das Volk zu Gunsten weniger Kapitalerpresser verarmen."

Frei organisiertes Kapital hat trotz des VERNICHTUNGSWERKES der linken und braunen ANTIKAPITALISTEN Deutschland & Europa erneut reich, aber nicht bequem gemacht. - Und wir haben eine chronische Verschuldungs- und Finanzkrise, die im wesentlichen durch die systemisch überalterten Energiesysteme hervorgebracht werden . . . .

von Petra Hirschberg | 02.08.2012 10:59 Meiner Meinung nach hat Occupy in Deutschland zu wenig Öffentlichkeit. Deutschland ist nach wie vor kein Land, in dem die Bevölkerung geschlossen Widerstand leistet. Unzufriedenheit und Angst sind allerdings allenthalben zu vernehmen. Die einen haben Angst um ihr Vermögen, die anderen um ihre Existenz. Und alle tatsächlich davor, dass sie die Untaten von Politik und Finanzwesen als Schulden abtragen müssen, noch mehr als bisher. Das wird kommen. Aber trotzdem existieren viele Vorbehalte gegen Protestler, auch wenn es in diesem Fall um Grundsatzproblematik UND das eigene Portemonnaie geht.
Die Politik vertritt ausschließlich Unternehmens- und Bankeninteressen, Bürger praktisch nicht.
Positiv, dass sich Menschen im Radio kritisch äußern, in Deutschland wird der Unmut hinter geschlossenen Türen bleiben, seitens der Bürger.

von GeKKo | 02.08.2012 10:58 Für besonders wertvoll erahcte ich die Bemerkung des Studiogastes hinsichtlich der "Bevölkerung" der Occupy-Camps.
Die Behörden kritisieren, dort würden sich "Obdachlose" aufhalten. Ja und?
Der Studiogast: Occupy bezieht sich gerade auch auf die Menschen, die in prekären Verhaltnissen leben.
Die haben ein besonderes Problem: Sie können z.B. nicht wie Erwerbstätige mal streiken, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen.
Wenn diese Menschen, die in dieser Gesellschaft immer mehr ganz abgehängt werden, sich an den Occupy-Camps beteiligen - ja, was kann eigentlich dagegen sprechen?


Anregungen für die Redaktion

Haben Sie Anregungen, Fragen oder Kommentare? Dann schreiben Sie uns: tagesgespraech@wdr.de

 




Pressestimmen

verschiedene Tageszeitungen an Zeitungsstand; Rechte: dpa

Das meinen die anderen [mehr]

Radio zum Mitnehmen

Blaues Ohr mit Ohrstöpsel mit von ihm ausgehenden Sendewellen vor blauem Hintergrund (Rechte: WDR)

Das Tagesgespräch als Podcast [mehr]

Funkhausgespräche

Weiße Lampen auf hölzerner Wand (Rechte: dpa)

Demokratie braucht Diskussion [mehr]