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Wir erholen uns an fremden Küsten, genießen einheimische Küchen, schlendern durch weltberühmte Museen. Und jede Reise ist viel zu kurz für tiefere Einblicke. Was aber entdeckt jemand, der in einem unserer klassischen Urlaubsländer dauerhaft lebt und arbeitet? Für das WDR 5 Kulturmagazin Scala blicken ausgewählte Sommer-Korrespondenten tief in die Seele ihrer Wahlheimat, erkunden Metropolen oder abgeschiedene Gegenden Europas und geben Geheimtipps für einen gelungenen, europäischen Kultursommer.
Seit über 20 Jahren lebt der gebürtige Sauerländer Wilhelm Droste als Dozent für deutsche Literatur in Ungarn. Sein Caféhaus musste er kürzlich schließen. Im dritten Teil unserer Serie erzählt er davon, wie Kapitalismus und Angst vor dem sozialen Abstieg die Magyaren in den letzten zwei Jahrzehnten verändert haben. Wer heute noch ihre berühmte Lebensfreude erleben will, muss in die Provinz fahren. Dort habe die ungarische Mentalität den Zeitenwandel unbeschadeter überstanden, ist Drostes Eindruck.
Autor/in:
Mareike Ilsemann
Redaktion:
Ana Schotte
Was nicht im Reiseführer steht. Heute: Ungarn
Wilhelm Droste, Éva Zádor (Hg.): Pécs
Ein Reise- und Lesebuch
Verlag: Arco, 2010
ISBN: 3-938-37535-8, Euro 18,--
Kulturtipps von Wilhelm Droste
Retrocafé "Bambi":
Bambi Eszpresszó
II. Frankel Leó út. 2-4, Budapest (am Bernplatz)
Rudas Bad:
Rudas Gyógyfürdő és Uszoda
Döbrentei tér 9, Budapest (Elisabeth-Brücke)
Heilbäder und –quellen Budapest









