Donnerstag, 23.05.2013

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Von Händen gehaltener Laptop mit wechselnden Bildern, im Hintergrund ein Mann der ein Gemälde betrachtet. (Rechte: WDR)
Sendung vom 20.06.2012, 12:05 bis 13:00 Uhr
Bild: Filmrollen mit abgespultem Film; Rechte: WDR/vario press

 Scala-Service: Film

Filmtipps: Callgirl / W. E.

Moderation: Stefanie Junker

Callgirl

Originaltitel: Slovenka
Slowenien/Deutschland/Serbien/Kroatien 2009
Drama
Regie: Damjan Kozole
Darsteller: Nina Ivanisin, Peter Musevski, Primoz Pirnat
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Kinostart: 21.06.2012

Die 23 Jährige Sasha führt ein Doppelleben als Studentin und Callgirl in Ljubliana. Mit dem Verdienst zahlt sie eine Eigentumswohnung ab. Als ein Kunde an einem Herzinfarkt stirbt und zwei Zuhälter sie mit Gewalt "unter Vertrag" nehmen wollen, gerät sie in eine nahezu ausweglose Lage.
Der Traum von einem besseren Leben ist die Folie, vor der sich die sehr ruhig erzählte, aber spannungsreiche Geschichte abspielt. Für die Slowenen scheinen sich die Verheißungen nach dem EU-Beitritt als Enttäuschung zu erweisen, das materielle Denken stört die zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit unaufgeregtem Blick fängt Damjan Kozole die Stimmung in seinem Land ein und hat in Nina Ivani eine tolle Hauptdarstellerin, die stoisch aber zielstrebig ihren Weg zwischen dem Heute und dem Gestern sucht.
 

W. E.

GB 2011
Regie: Madonna
Darsteller: Andrea Riseborough, Abbie Cornish, James D'Arcy, Oscar Isaac, Richard Coyle, James Fox, Annabelle Wallis, Natalie Dormer, Laurence Fox u.a.
Laufzeit: 115 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Kinostart: 21.06.2012

'W.E.' steht für Wallis und Edward, die bürgerliche Amerikanerin und den britischen Thronfolger, der 1936 aus Liebe zu ihr und zugunsten seines Bruders George auf die Krone verzichtet. Als 1998 in New York die Hinterlassenschaften der beiden versteigert werden, beschäftigt sich die unglücklich verheiratete Wally mit der Biografie der Wallis Simpson und stößt auf Parallelen zu ihrem eigenen Schicksal.
Für Dekor und Ausstattung scheint Regisseurin Madonna sich mehr zu interessieren als für ihre beiden Frauenfiguren. Mit der Parallelerzählung vermeidet sie eine dramaturgisch dichte Inszenierung und kratzt stattdessen mit klischeebeladenen Clipsequenzen nur an Oberflächen. Zudem stellt sie die deutlich interessantere Geschichte der echten Wallis Simpson in den Schatten einer fiktiven, kitschigen Groschenheftromanze anno 1998. Im Abspann läuft ihr Song "Masterpiece". Davon kann hier wirklich nicht die Rede sein.

Autor/in:

Sigrid Fischer

Redaktion:

Sefa Suvak

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