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Von Händen gehaltener Laptop mit wechselnden Bildern, im Hintergrund ein Mann der ein Gemälde betrachtet. (Rechte: WDR)
Sendung vom 18.01.2012, 12:05 bis 13:00 Uhr
Bild: Filmrollen mit abgespultem Film; Rechte: WDR/vario press

 Scala-Service: Film

Kinotipps: Kriegerin / Mein liebster Alptraum

Moderation: Stefanie Junker

Kriegerin

Marisa ist aggressiv, gewaltbereit, und festes Mitglied der rechten Szene. Nachdem sie absichtlich zwei afghanische Asylbewerber über den Haufen gefahren hat, beginnt sie, sich von ihren Skinheadfreunden abzuwenden und verhilft einem ihrer Opfer zur Flucht nach Schweden.

Ohne mit dem pädagogischen Zeigefinger zu wedeln wirft der Film einen unaufgeregten, realistischen Blick in Deutschlands rechtsextreme Szene. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den weiblichen Sympathisantinnen. In der Verkürzung wirkt einiges klischeehaft und die unverhoffte Läuterung der „Kriegerin“ wenig nachvollziehbar. Ungerecht wäre es, endgültige Antworten auf aktuell gestellte Fragen zum Rechtsterrorismus zu erwarten. Die kann auch dieser Film höchstens in Ansätzen liefern. 

Deutschland 2012
Regie: David Wnendt
Darsteller: Alina Levshin, Jella Haase, Sayed Ahmad
Länge:106 Min.
Kinostart: 19.01.2012

 

Mein liebster Alptraum

Ungehobelter Gelegenheitsarbeiter trifft auf intellektuelle Kunstexpertin und krempelt ihr Leben um: sowohl die unterkühlte Galeristin als auch ihr Lebensgefährte blühen auf und finden wieder Geschmack am anderen Geschlecht. Er selbst mischt mit einem frivolen Werk die Kunstszene auf. 
Gegensätze ziehen sich an - was in der Social-Clash-Komödie „Ziemlich beste Freunde“ gerade gut und erfolgreich funktioniert, gerät hier zu einem etwas bemühten Szenario mit plumpen Gags und karikaturenhaften Figuren. Auch Isabelle Huppert, die als „Eiszapfen“ die Selbstkontrolle verliert, scheint sich nicht 100%ig wohl zu fühlen in dieser grobhumorigen Komödie, die keinen Spannungsbogen findet, dem man gerne folgen würde. 

Frankreich 2011
Originaltitel: Mon pire chauchemar
Regie: Anne Fontaine
Darsteller: Isabelle Huppert, Benoit Poelvoorde, André Dussollier
Länge: 100 Min.
Kinostart:19.01.2012 

Autor/in:

Sigrid Fischer

Redaktion:

Heidi Schöder

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