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Von Händen gehaltener Laptop mit wechselnden Bildern, im Hintergrund ein Mann der ein Gemälde betrachtet. (Rechte: WDR)
Sendung vom 11.01.2012, 12:05 bis 13:00 Uhr
Bild: Filmrollen mit abgespultem Film; Rechte: WDR/vario press

 Scala-Service: Film

Kinotipps: Offroad/The Real American - Joe McCarthy

Moderation: Patrick Ehinger

Offroad

Deutschland 2011
Regie: Elmar Fischer
Darsteller: Nora Tschirner, Elyas M’Barek, Max von Pufendorf
Länge: 98 Min.
Kinostart: 12.01.2012

Meike Pelzer ist Mitte 20, hat ihr BWL-Studium absolviert, wird wohl heiraten und den väterlichen Betrieb übernehmen. Ihr Drang nach Selbstverwirklichung scheint erschöpft, als sie an der holländischen Grenze einen Jeep ersteigert. Sie findet heraus, dass in dem Wagen Kokain versteckt ist. Sie beschließt, die Drogen auf eigene Faust zu verkaufen, muss aber erkennen, dass so etwas nicht ohne Risiken ist.Was nach einer originellen Krimikomödie mit Paraderolle für Nora Tschirner klingt, erweist sich schnell als Billigkopie einschlägiger Actionkomödien aus den 1980-er Jahren. Bemüht witzig im Drehbuch, ohne Sinn für Timing oder Bildwirkung in Szene gesetzt und im Blick auf die talentierte Besetzung ein Offenbarungseid verschwendeter Möglichkeiten.

 

The Real American - Joe McCarthy

Deutschland/Frankreich/Großbritannien 2011
Laufzeit: 98 Min.
Regie: Dr. Lutz Hachmeister
Darsteller: John Sessions, Justine Waddell, Trystan Gravelle
Länge: 98 Min.
Kinostart: 12.01.2012

Joseph McCarthy (1908-1957) gehörte als Senator des US-Staates Wisconsin zur zweiten Reihe amerikanischer Politiker vom konservativen Flügel der Republikanischen Partei. In der ersten Phase des Kalten Krieges ab 1947 erkannte McCarthy die Chance, seinen Hass auf Kommunisten mittels eines
Untersuchungsausschusses zu kanalisieren und das eigene Machtvolumen beträchtlich zu erweitern. Der Begriff "McCarthyism" wird zum Synonym einer mit allen Mitteln der Demagogie operierenden Hetzkampagne. Exklusive Zeitzeugeninterviews und bislang nicht frei gegebene zeithistorische Filmaufnahmen verschmelzen mit nachgestellten Spielszenen zu einem zwingenden dokumentarischen Persönlichkeits- und Gesellschaftsbild Amerikas in den frühen 1950-er Jahren, das spannende Parallelen zur jüngeren politischen Vergangenheit des Landes eröffnet.

Autor/in:

Uwe Mies

Redaktion:

Simone Thielmann

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