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USA 2011
Originaltitel: Hugo
Regie: Martin Scorsese
Drehbuch: John Logan nach dem Buch von Brian Selznick
Darsteller: Sir Ben Kingsley, Sacha Baron Cohen, Asa Butterfield, Chloe Moretz
Länge: 126 Min.
Kinostart: 09.02.2012
Liebeserklärungen an das frühe Kino haben wohl gerade Konjunktur: Erzählte "The Artist" vom Übergang vom Stumm- zum Tonfilm, geht Martin Scorseses neuer Film noch weiter zurück, nämlich in die Zeit der frühen Filmpioniere: Der 12jährige Waise Hugo lebt im Paris des Jahres 1931 auf einem der großen Bahnhöfe. Stets darum bemüht dem Stationsvorsteher nicht aufzufallen, kümmert er sich darum, dass alle Uhrwerke aufgezogen werden, eine Fähigkeit, die ihm sein Vater beigebracht hat. Eines Tages trifft er die gleichaltrige Isabelle, deren Onkel den Spielzeugladen im Bahnhof betreibt. Zusammen mit ihr wird er das Geheimnis ihres Onkels lüften und einen eigenen Weg ins Leben finden.
Scorsese schuf einen wunderbar fabulierenden Film über frühe Automaten, Jungssehnsüchte und die traurige Geschichte von George Meliès, dem Filmpionier, der heute als Vater des Spezialeffektes und des Science Fiction-Kinos gilt. Zwar erschließt sich nicht immer, warum das Ganze in 3D gedreht wurde und auch mangelt es dem Film ein wenig an Seele, aber es gibt genug zu entdecken und die exzellenten Darstellungen machen wirklich Freude.
Polen/Deutschland/Kanada 2011
Regie: Agnieszka Holland
Drehbuch: David F. Shamoon nach dem Buch "The Sewers of Lvov"
Darsteller: Robert Wieckiewicz, Benno Fürmann, Agnieszka Grochowska, Maria Schrader
Länge: 144 Min.
Kinostart: 09.02.2012
Lvov in Polen im Jahre 1943: Unter der Nazi-Besetzung herrschen Judenverfolgung und bittere Armut; jeder ist sich selbst der nächste. Doch ausgerechnet der Kanalarbeiter Leopold Socha, der das Überleben seiner Familie mit kleinen Diebstählen sichert, wird zum Helden wider Willen. Als er eine Gruppe von fliehenden Juden entdeckt, versteckt er sie in der Kanalisation, zunächst gegen viel Geld.
Der nach einer wahren Geschichte entstandene Film spielt fast ausschließlich in der Kanalisation. Das ist Stärke und Schwäche zugleich: denn einerseits nimmt einen die sehr dunkle Inszenierung durchaus mit auf diese Reise in eine Hölle, die zugleich das Überleben sicherte. Andererseits ist es über weite Strecken so duster, dass man kaum etwas sieht und sich mehr im Hörspiel denn in einem Film wähnt. Auch die Überlänge tut der Geschichte nicht gut. Herausragend jedoch die Leistung der deutsch-polnischen Besetzung.
Autor/in:
Lutz Gräfe
Redaktion:
Sefa Suvak







