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Von Händen gehaltener Laptop mit wechselnden Bildern, im Hintergrund ein Mann der ein Gemälde betrachtet. (Rechte: WDR)
Sendung vom 01.08.2012, 12:05 bis 13:00 Uhr
Bild: Filmrollen mit abgespultem Film; Rechte: WDR/vario-press

 Scala-Service: Film

Filmtipps: Der Vorname / Das Schwein von Gaza

Der Vorname

Originaltitel: Le prénom
Komödie
Frankreich/Belgien 2012
Regie: Alexandre de la Patellière
Darsteller: Patrick Bruel, Valérie Benguigui, Charles Berling
Laufzeit:: 110 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Kinostart: 02.08.2012

Eigentlich sollte es ein gemütliches Abendessen unter Freunden werden. Élisabeth und ihr Ehemann Vincent haben Élisabeths Bruder Pierre, dessen jüngere Ehefrau Anna und den gemeinsamen Freund Claude eingeladen; auch um Vincents Vaterfreuden zu feiern. Doch als der nach langem Nachfragen mit dem angedachten Vornamen für das Baby rausrückt, ist die Aufregung groß. Dieser Name ist absolut Tabu und fortan ist's mit der Gemütlichkeit vorbei. Alle sind gereizt und jeder hat was zu offenbaren; manchmal auch wider Willen. - Ein Theaterstück als filmisches Kammerspiel; da denkt man sofort an Polanskis "Der Gott des Gemetzels". Doch die Filme sind grundverschieden. "Der Vorname" ist ironischer, humorvoller und weniger entlarvend dafür aber sehr viel unterhaltsamer. Gutes Schauspielerkino mit witzigen historischen Exkursen zu Beginn und am Schluss.

Das Schwein von Gaza

Originaltitel: Le cochon de Gaza
Komödie
Frankreich/Deutschland/Belgien 2011
Regie: Sylvain Estibal
Darsteller: Sasson Gabai, Baya Belal, Myriam Tekaïa
Laufzeit: 99 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Kinostart: 02.08.2012

Jafaar ist Fischer im Gazastreifen und nicht gerade vom Glück bevorzugt: Auf dem Dach seines Hauses sitzt die israelische Armee, der Fischfang läuft nur mies und er hat große Schulden. Als er dann auch noch ein Schwein aus dem Meer fischt, scheint alles vorbei. Denn was soll er damit machen: Sowohl Juden als auch Muslime verabscheuen Schweine und auch der UN-Beamte (Ulrich Tukur in einem begnadeten Kurzauftritt) will es nicht haben. Doch Jafaar findet eine Lösung; doch natürlich kann das nicht lange gutgehen... - Eine Parabel voll zuweilen surrealer Komik, aber auch mit Momenten, in denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Sylvain Estibal legt mit seinem Debüt einen unterhaltsamen Film vor, der einen gut gelaunt aus dem Kino entlässt ohne dass er dabei die Zustände im Gaza-Streifen verharmlosen würde. Zudem weiß er wovon er spricht, hat er doch vor einigen Jahren bei einem Fotoprojekt im Westjordanland mit zwei Familien aus den verfeindeten Lagern schon Erfahrungen in der Region gesammelt.

Autor/in:

Lutz Gräfe

Redaktion:

Walburga Manemann

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