Smilefood

Die Macher: Smilefood

Durchbruch mit dem Lauch-Zwiebel Burger

Saskia Rosalie Wolff erfolgreich mit Smilefood

Vor sieben Jahren ist die 25jährige Saskia Rosalie Wolff wieder „zurück auf Los“ gegangen. Sie kündigte ihren Job als Industriekauffrau, zog zurück zu ihren Eltern nach Siegen, machte Schulden, obwohl sie mehr arbeitete als vorher – und das alles, um ihr Unternehmen Smilefood aufzubauen.


Saskia Rosalie; Rechte: privat
Saskia Rosalie fing ganz von vorne an

Ein Versandhandel für vegetarisches Essen. Hinter ihrer Geschäftsidee stand nicht nur die Hoffnung, in einer Marktlücke Geld zu verdienen, sondern vor allem der Wille, etwas Sinnvolles zu tun. „Weil ich da ganz hinter stehe, und es auch irgendwie aus ethischen Gründen gemacht habe. Ich hab nicht gesagt: Ich will jetzt Millionär werden, sondern ich will etwas Gutes tun“, sagt Saskia Rosalie Wolff.

Als Vegetarierin wusste sie: Vor allem in kleinen Orten ist es schwer, gutes vegetarisches Essen zu kaufen. Das Internet als Marktplatz aber ist ideal. Sie kaufte sich fünf Kühlschränke, stellte ein Sortiment von vegetarischem Bonanza-Hacksteak bis Bio-Gummibärchen zusammen, abonnierte für 13 Euro im Monat eine Shop-Seite und legte los.

Der Start war gar nicht schlecht. 150 Stammkunden nach drei Monaten. Doch dann kamen fast vier sehr harte Jahre. Sie merkte, dass die Idee funktioniert, denn es wurden immer mehr Kunden. Aber es reichte trotz 70 Stunden Wochen nicht, dass sie Gewinne machte. Doch sie gab nicht auf und zwei Dinge halfen ihr: Die Medien hatten Interesse an der zarten jungen Frau, die so mädchenhaft wirkt und mit so viel Power die Idee vegetarische Ernährung vertritt. Und Wolff arbeitete weiter an ihrem Unternehmen und entwickelte eine eigene Produktreihe. „Also, ich hab mich wirklich in der eigenen Küche hingestellt und herumprobiert, und so ein paar eigene Sachen entwickelt, die es so in der Form noch nicht gab. Und das ist gut angekommen bei den Kunden.“

Ihr vegetarischer Lauch-Zwiebel Burger ist inzwischen ein Renner. Heute hat Wolff einen eigenen Produzenten, 150 Produkte, einen festangestellten und 15 freie Mitarbeiter. Die fünf Kühlschränke hat sie gegen ein 90 Quadratmeter großes Lager ausgetauscht - und natürlich ihr Kinderzimmer gegen eine Wohnung in Köln. Nur eins ist gleichgeblieben: Sie arbeitet immer noch viel. Und ist dennoch glücklich. Denn sie hat eine Arbeit, die sie sinnvoll findet.


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