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Ziffern und Schriftzug "Profit" (Rechte: WDR / picture alliance)
Sendung vom 14.10.2011, 18:05 bis 18:30 Uhr
Bild: Die Buchstaben DIN (Deutsche Industrienorm) auf einer blauen Fahne; Rechte: dpa

 Eine sinnvolle Sache

Stichwort Wirtschaft

Genormte Welt – Wie uns Standards das Leben oft erleichtern und manchmal erschweren (Anlass: Weltnormtag)

Moderation: Oliver Thoma

Normen begegnen uns in so gut wie jedem Lebensbereich und sie machen auch vieles leichter: Ohne sie würde die Glühbirne nicht in die Fassung passen, der Brief nicht ins Kuvert und der Tankstutzen nicht in den Autotank. Von Säuglingsartikeln über Finanzdienstleistungen bis zu den täglichen Lebensmitteln. Für fast alles gibt es Normen.  

Die Idee für die deutschen DIN-Normen entstand während des ersten Weltkriegs, als die Rüstungsproduktion in Deutschland rationalisiert werden sollte. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten wurde klar, dass es vor allem im Maschinenbau einheitliche Standards geben musste. Auf Initiative des Königlichen Fabrikationsbüros Für Artillerie wurde 1917 der Normenausschuss der deutschen Industrie gegründet – der die diese Standards entwickeln sollte.

Die erste deutsche Industrienorm, kurz DIN 1, wurde ein Jahr später für Kegelstifte festgesetzt, die im Maschinengewehr 08/15 verbaut wurden. Schon 1922 wurden die wahrscheinlich bekanntesten Normen festgesetzt – die A-Formate für Papierbögen.   Anfang der 50er Jahre wurde das Deutsche Institut für Normung, wie es mittlerweile hieß, Mitglied der internationalen Organisation für Normung – besser bekannt unter ihrer Abkürzung ISO. Dort und in ähnlichen internationalen Organisationen vertritt das Institut die Interessen der Bundesrepublik. Auf dieser internationalen Ebene werden heute die meisten Standards entwickelt.  

Und die sind sehr wichtig für Industrie und Handel – ohne sie wären globale Produktionsketten und weltweite Vermarktung wesentlich schwieriger. Zu der Fülle an sinnvollen Standards, die entwickelt wurden, kamen aber auch immer wieder Exoten, deren Nutzen zumindest zweifelhaft ist. So gab es zwanzig Jahre lang eine EU-Norm, die festsetzte, wie viel Krümmung eine Gurke haben darf. Eine andere, die bis heute besteht, regelt die elektrische Leitfähigkeit, die Honig aufweisen muss.    

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