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Der Weltgesundheitstag wird jedes Jahr am 7. April begangen. Dem Tag, an dem 1948 die Verfassung der World Health Organisation in Kraft getreten ist. Seither ist das Ziel der WHO, allen Völkern zu einer bestmöglichen Gesundheitsversorgung zu verhelfen.
Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen koordiniert zum Beispiel den Kampf gegen AIDS, Malaria oder Grippe, hilft Entwicklungsländer beim Aufbau ihrer Gesundheitssysteme, gibt Ernährungsempfehlungen und unterstützt Impfprogramme. Einer ihrer größten Erfolge ist wohl die Ausrottung von Infektionskrankheiten wie Polio oder Kinderlähmung. Auf der Agenda stehen aber auch Themen rund um eine gesündere Lebensführung - beispielsweise der Verzicht auf das Rauchen, der Kampf gegen Bluthochdruck oder der Frage, wie mehr Bewegung in den Alltag integriert werden kann, um Erkrankungen vorzubeugen.
Allerdings stand die WHO wegen ihres Verhaltens bei der Pandemiebekämpfung in den vergangenen Jahren auch immer wieder in der Kritik. Der Vorwurf: Zu enger Kontakt zur Pharmaindustrie. So warnte der damalige Impfdirektor nach dem Auftreten des so genannten Vogelgrippe-Virus im Jahr 2005 vehement vor einer weltweiten Grippeepidemie mit Millionen Toten. Weshalb viele Regierungen große Vorräte der Grippemittel Tamiflu und Relenza beschafften. Wirklich gestorben sind an der Vogelgrippe aber nur 152 Menschen – weit weniger, als bei jeder normalen Grippe.
Bei Auftreten des Schweinegrippe-Virus gab es von der WHO ziemlich schnell eine Pandemie-Warnung. Weshalb allein die deutsche Regierung für 450 Millionen Euro Impfstoffe und Grippemittel beschaffte. Dabei war diese Warnung nach Aussage der WHO-Kritiker nur möglich, weil die Organisation kurz zuvor die Kriterien für Pandemiewarnstufen verändert hatte. Wie gefährlich das Virus ist, wurde plötzlich nicht mehr anhand der Todesrate gemessen, sondern anhand der Verbreitung.
Autor/in:
Anne Schneider






