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Das philosophische Radio mit Rainer Enskat über Rousseau und die Philosophie der Aufklärung
Ist Aufklärung durch Wissenschaft möglich – oder ist eine „andere“ Aufklärung trotz Wissenschaft nötig?
Moderation: Jürgen Wiebicke
Die Aufklärungsbedürftigkeit ist so alt wie die Menschheit, das bis heute prägende Zeitalter der Aufklärung brach allerdings erst Mitte des 18. Jahrhunderts an. Der Philosoph und Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau, dessen Geburtstag sich am 28. Juni zum 300. Mal jährt, ist eine der herausragenden Gestalten dieses 18. Jahrhunderts. Wegen der zivilisationskritischen Einstellung vor allem seiner ersten Schrift über Wissenschaft und Technik hat man ihn sogar als Anti-Aufklärer zu diskreditieren versucht.
Der Glaube an die wissenschaftliche Rationalität war und ist für viele Förderer der Aufklärung eine wesentliche Voraussetzung ihrer Einstellung. Bis heute durchdringt dies Konzept einer Aufklärung durch Wissenschaft nahezu alle Lebensbereiche. Dahinter steckt allerdings eine optimistische, auf Ergebnisse gerichtete utilitaristische Wissenschaftsauffassung. Was die Frage aufwirft: Wie und von wem kann beurteilt werden, welche wissenschaftlichen Methoden und Erkenntnisse sind aus welchen Gründen und in welchen Situationen mehr oder weniger nützlich?
Ist Aufklärung durch Wissenschaft möglich – oder ist eine „andere“ Aufklärung trotz Wissenschaft nötig?
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Redaktion:
Gundi Große
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