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Statue in Denkerpose vor Radioapparat in Museum. (Rechte: WDR)
Sendung vom 28.09.2012, 20:05 bis 21:00 Uhr
Friedrich Wilhelm Graf; Rechte: privat

 Friedrich Wilhelm Graf

Das philosophische Radio mit Friedrich Wilhelm Graf über Fundamentalismus

Was zeichnet fundamentalistische Positionen aus?

Moderation: Jürgen Wiebicke

Der islamische Fundamentalismus ist das Feindbild der Gegenwart. Dabei wächst das Christentum deutlicher aggressiver als der Islam, und zwar insbesondere auch in der „harten“, fundamentalistischen Prägung. Erleben wir also religionsübergreifend eine Konjunktur des Fundamentalismus?

In Zeiten ökonomischer und gesellschaftlicher Unsicherheit hat der Glauben für viele Menschen eine bindende Funktion, allen Theorien vom Ende Gottes in einer aufgeklärten Welt zum Trotz. Und weil im Zeichen der Globalisierung der Religionen eine Konkurrenzsituation entsteht, in der Deutlichkeit ein Vorteil ist, findet möglicherweise die Rigidität fundamentalistischer Positionen leichter Gehör als die diskursive Struktur „weicher“ Ansätze.

Geprägt wurde der Begriff des „Fundamentalismus“ Anfang des 20. Jahrhunderts – als zutiefst christliches, auf die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift verweisendes Gegenelement zur modernen, aufgeklärten Welt. Heute meint Fundamentalismus generell eine konservative, antiliberale, antimoderne Haltung. Was zeichnet fundamentalistische Positionen aus? Welches sind ihre Vor-, welche ihre Nachteile? Wie ähnlich sind sich islamischer, jüdischer und christlicher Fundamentalismus?

 

Wie viel Raum können wir fundamentalistischen Positionen in einer modernen, aufgeklärten Gesellschaft zugestehen?

 

Diskutieren Sie mit unter 0800 / 5678-555 oder per Mail unter philo(at)wdr.de

 

Redaktion:

Gundi Große

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