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Das philosophische Radio mit Kurt Salamun über die Bestimmung des Menschen
Wie soll der Mensch sein?
Moderation: Jürgen Wiebicke
Wie man lebt und welche Ziele man hat, das ist eine Frage der persönlichen Einstellung, der Gesellschaft – und eine der Philosophie: Die Erörterung von Zweck und Ziel des Menschseins ist so alt wie das Nachdenken über den Menschen in der Welt: Soll der Mensch sich verwirklichen? Ist er Teil eines Planes? Hat er überhaupt die Wahl, sich für eine bestimmte Art von Menschsein zu entscheiden?
Im 19. und 20. Jahrhundert wurden viele verschiedene, teils konträre Ansätze des optimalen Menschseins diskutiert. Sören Kierkegaard zum Beispiel fand sein Heil – allem damit verbundenen Paradox zum Trotz – im Gottesglauben. Albert Camus plädierte demgegenüber dafür, im Sinne Sysiphos´ die Absurdität des Daseins möglichst würdevoll zu ertragen. Und Karl Popper entwickelte ein Bild des Menschen vom vernünftigen, sprachbegabten, gesellschaftlich engagierten Wesen.
Im Zeitalter von Demokratie und Pluralismus stehen heute verschiedene Modelle nebeneinander, zum Teil verwischen sich die Grenzen, es entstehen Schnittmengen zwischen unterschiedlichen Erklärungsansätzen und Sinnidealen.
Wo Freiheit herrscht und wo jeder sich eine eigene Identität konstruieren kann, gewinnt allerdings die uralte Frage immer wieder an neuer Bedeutung: Worum geht es für den Menschen? Was ist das Ziel eines sinnerfüllten Lebens? Wie kann man sein Dasein gut gestalten?
Diskutieren Sie mit unter 0800 / 56 78 555 oder per Mail unter philo(at)wdr.de
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Redaktion:
Gundi Große
Das philosophische Radio mit Kurt Salamun über die Bestimmung des Menschen






