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Das philosophische Radio mit Klaus Englert über Jacques Derrida
Was sind die Vorteile dieser Denkhaltung aus Ihrer Sicht?
Der Französische Philosoph Jacques Derrida, 1930 - 2004, ist der Schöpfer der Dekonstruktion bzw. des Dekonstruktivismus. Vertreter des Dekonstruktivismus gehen davon aus, dass alle Erkenntnisse, alle Assoziationen nur konstruiert, nicht aber per se gegeben sind. Folglich müssen nicht nur die Erkenntnisse an sich, sondern auch die Methoden, mit denen man zur Erkenntnis gelangt ist, untersucht und hinterfragt werden. Wer über bestimmte Gegenstände oder Themen spricht, grenzt damit andere Themen oder Gegenstände aus. Seine Philosophie betrachtete Derrida weniger als regelhafte Denk-Schule, denn als skeptische Denk-Haltung: Es gibt kein fest-stehendes Wissen, sondern lediglich eines mit bestimmten Voraussetzungen. Das gilt für alle Bereiche des Denkens und des Lebens, für die Philosophie, für die Literatur, für das Kino, für das Rechtssystem - und insbesondere für die Staatsform der Demokratie.
Die Frage ist also: Wie beeinflussen seine Entstehungsbedingungen den Erkenntnisgewinn? Wie prägen seine Voraussetzungen unser Denken? Was sind die Vorteile dieser Denkhaltung aus Ihrer Sicht?
Diskutieren Sie mit unter 0800 / 56 78 555 oder per Mail unter philo(at)wdr.de
Literaturhinweis:
Klaus Englert
"Jacques Derrida"
Fink Verlag, 2009
nachhoeren/das-philosophische-radio.html
Redaktion:
Gundi Große






