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Das philosophische Radio mit Juliane Rebentisch über die Kunst der Freiheit
Gehört die Inszenierung zur Demokratie?
Moderation: Jürgen Wiebicke
"Ästhetisierung der Lebenswelt" ist eine der prominentesten Formeln, mit denen man in den letzten Jahrzehnten versucht hat, die für die westlichen Demokratien entscheidenden Merkmale auf einen handhabbaren Begriff zu bringen. Das typische Mitglied solcher Gesellschaften müsse nämlich als ein homo aestheticus verstanden werden, für dessen Freiheitsverständnis im weitesten Sinne ästhetische Kriterien wie Genuss, Geschmack, Gestaltbarkeit so bestimmend geworden sind, dass sich dies in nahezu allen Bereichen des Lebens niederschlägt.
Muss die Ästhetisierung der Lebenswelt im Namen einer unkorrupten Demokratie bekämpft werden? Oder kann man eher feststellen, dass sie im Gegenteil zu einer demokratischen Kultur der Freiheit dazugehört? Wie viel Show, wie viel Ironie, wie viel Inszenierung, wie viel Rhetorik, wie viel Ästhetisierung braucht die Demokratie?
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Redaktion:
Gundi Große
Das philosophische Radio mit Juliane Rebentisch über die Kunst der Freiheit






