s
Das philosophische Radio mit Dirk Kaesler über Max Weber
Wie eng sind Rationalismus, Religion und Kapitalismus verbunden?
Moderation: Jürgen Wiebicke
Ein Merkmal des Kapitalismus ist die absolute Hingabe an die Arbeit - und damit verbunden eine positive Bewertung möglichst lukrativen Gewinns. So kommt es zum kapitalistischen Geist und zu einem idealtypischen Unternehmer neuen Charakters, der für die Arbeit, fürs Expandieren und für die Gewinnmaximierung lebt. Eine Entwicklung, die der Soziologe Max Weber bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in seinem Werk "Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus" beschrieb - ein Klassiker des soziologischen Denkens, der heute noch große Relevanz besitzt.
Wie konnte es zu einem solchen profitorientierten Denken kommen, das die Welt und das Wirtschaften bis heute prägt - und dessen Ethos noch im 15. Jahrhundert als sittlich bedenklich galt? Antworten fand Max Weber im Begriff des Rationalismus: Der Rationalismus der protestantischen Reformatoren ebnete dem Rationalismus kapitalistischen Wirtschaftens und Arbeitens den Weg. Basis: Eine charakterliche Verwandtschaft der zugrunde liegenden Ethiken. Stichworte: Askese, Disziplin, Ordnung, Pflichtbewusstsein.
Welcher Zusammenhang existiert zwischen der Religion und dem Wirtschaften? Wie wirkt der Katholizismus, wie der Protestantismus auf das Bild vom Beruf und vom Einkommen? Welche Rolle spielt der Calvinismus? Wie eng sind Rationalismus, Religion und Kapitalismus verbunden? Ist der kapitalistische Geist ein Produkt des Protestantismus?
Diskutieren Sie mit unter 0800 / 56 78 555 oder per Mail unter philo(at)wdr.de.
Hier geht es zum Podcast des philosophischen Radios
Redaktion:
Gundi Große
Das philosophische Radio mit Dirk Kaesler über Max Weber





