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Gabriel Tretjak ist ein hochbezahlter Spezialist. Seine Kunden engagieren ihn, um diskret und effizient Probleme zu lösen, Lebensläufe zu verändern: den eigenen oder den anderer Menschen. Gabriel Tretjak hat alles im Griff - zunächst. Denn bald muss er merken, dass sich jemand anders zum Regler seines Lebens aufschwingt. Freunde, Bekannte werden getötet, der Verdacht auf ihn gelenkt.
"Der Regler" ist ein Roman von Max Landorff - ein Pseudonym, kurzfristig vom Verlag nachgeschoben. Ursprünglich waren als Autoren Andreas und Stephan Lebert angekündigt. Die Brüder sind bekannte Journalisten: der eine Chefredakteur bei der "Brigitte", der andere Chef des Reporterstabs bei der "Zeit". Der Roman ist dicht geschrieben, spannend, präsentiert interessante Figuren. Allerdings treten die beiden Journalisten auf dem fremden Terrain wie Musterschüler auf, möchten mit handwerklichem Fleiß Punkte sammeln: mit möglichst vielen Wendungen, immer neuen Überraschungen. Dadurch wird der Roman zu einem verschachtelten, komplizierten Konstrukt. Das ist zwar raffiniert durchdacht, erschließt sich aber nicht intuitiv. In die kühle Geschichte muss man sich hineindenken, kann sich nicht hineinfühlen.
Eine verwickelte Geschichte vorzulesen, obendrein mit einem gefühlskalten Protagonisten - das ist gar nicht so einfach. Doch Detlef Bierstedt schafft das glänzend. Der Endfünfziger mit der markanten Stimme ist gebürtiger Ostberliner, gelernter Schauspieler und ein Sprecher mit unglaublichem Erfahrungsschatz. Nach eigenen Angaben ist er in den letzten drei Jahrzehnten über eintausend Mal zum Einsatz gekommen, in Hörbüchern und vor allem bei der Synchronisation von Filmstars wie George Clooney. Für die Hörfassung wurde die Romanvorlage nur unwesentlich gekürzt: von Dicky Hank, einem der erfahrensten Hörbuchmacher der Branche. Er hat den Titel auch produziert, der Argon Verlag hat ihn dann veröffentlicht.
"Der Regler" ist eine ausgeklügelt komponierte Geschichte über einen Mann, der glaubt, wie Gott das Leben der Menschen gestalten zu können - bis die Leichen, die er im Keller hat, aus der Unterwelt emporsteigen...und noch furchterregend lebendig sind.
Autor/in:
Daniel Blum
Redaktion:
Andreas Blendin







