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Philomena heißt auf griechisch Nachtigall. Singen kann sie schon sehr früh, auch tanzen. Ihre Familie, die Köhlers-Sinti, ist vor dem Zweiten Weltkrieg in ganz Europa auf Tournee z.B. mit Operetten wie dem "Zigeunerbaron" und der Csardas-Fürstin. Anfang der 30er Jahre ist Philomena, die 1922 geboren worden ist, mit dabei und singt das hohe C. Als die Nazis an die Macht kommen, wird die Künstlerfamilie drangsaliert. Die 21-jährige Philomena verschleppen sie nacheinander in sechs Lager. Aus Auschwitz versucht sie zu fliehen, wird gefasst und gefoltert. Erst im April 1945 kann sie entkommen - ihre Familie sieht sie nicht wieder. Nach dem Krieg tritt Philomena Franz wieder auf, heiratet, bekommt fünf Kinder. Aber sie leidet unter dem Trauma der KZ-Haft, wird depressiv. In einer Klinik beginnt sie, ihre Erlebnisse nieder zu schreiben, engagiert sich als Zeitzeugin und mahnt zur Versöhnung.
Autor/in:
Monika Mengel
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Philomena Franz, Auschwitz-Überlebende






