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Sie gilt als die bedeutendste Herrscherin des Mittelalters. Als im Jahre 972 die erst zwölfjährige griechische Prinzessin Theophanu aus Konstantinopel mit dem deutschen König Otto II. verheiratet wird, ist dies zunächst ein Sieg der Diplomatie, eine Frieden schaffende Maßnahme zwischen Ost und West.
Im Laufe ihrer Herrschaft gelingt es der gebildeten und politisch hochbegabten Frau, die Beziehungen zwischen Orient und Okzident zu stabilisieren. Theophanu ist eine Reisende in Sachen Völkerverständigung und nimmt jede Entbehrung auf sich, um dem Volk nah zu sein.
Mit Otto hat sie fünf Kinder, vier Mädchen und einen Jungen. Nach dem frühen Tod ihres Mannes sorgt die geschickt agierende Kaiserin dafür, dass ihrem noch unmündigen Sohn Otto III. der Thron gesichert bleibt.
Theophanu stirbt am 15. Juni 991 mit 31 Jahren. Einem Brauch ihrer griechischen Heimat entsprechend, will sie als Nonne beerdigt werden. Auf dem Sterbebett lässt sich die Kaiserin ihre Haare scheren und das schwarze Gewand der Benediktinerinnen anlegen.
Autor/in:
Monika Mengel
Starke Frauen: Theophanu - Kaiserin





