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Sie malt die Schönen, die Reichen und die gekrönten Häupter: Elisabeth Vigée-Lebrun ist am Ende des 18. Jahrhunderts der glamouröseste Star der europäischen Kunstszene. Geboren 1755 in Paris, ist sie schon mit fünfzehn Jahren eine professionelle Porträtistin.
Bald lassen sich Herzoginnen, Minister und Kurtisanen von ihr konterfeien. Mit Ehrgeiz und eiserner Disziplin betreibt sie ihre Karriere und steigt rasch zur Hofmalerin von Marie Antoinette auf. Die Tochter einer Friseuse singt mit der Königin im Duett, und in ihrem Salon amüsieren sich Aristokraten und Schöngeister. Doch der Platz so nahe am Thron wird zur Gefahr. Als Revolutionäre das Schloss von Versailles stürmen und die Königsfamilie nach Paris holen, flüchtet Elisabeth Vigée-Lebrun noch in der Nacht aus Frankreich. In den nächsten fünfzehn Jahren lebt sie in Rom, Wien, Sankt Petersburg und London als gefeierte Malerin des Hochadels. Sie verlangt und bekommt für ihre Bilder Summen, wie sie niemand sonst zu fordern wagt. Aber es zieht sie nach Frankreich zurück, 1805 lässt sie sich wieder in Paris nieder. Hier führt die beharrliche Monarchistin einen glanzvollen Salon.
Autor/in:
Ulrike Rückert
Redaktion:
Regina Tanne






