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Die eigenwillige Tochter des königlich preußischen Zirkusdirektors Paul Busch wird 1894 in Odense geboren. Sie verschleißt als Kind mehrere Hauslehrer und adlige Gouvernanten, lernt Ballett, Pantomime, Choreografie und Kunst-Reiten, macht als Studentin der Philosophie in den wilden zwanziger Jahre Berlin unsicher, heiratet heimlich ihren Professor, trennt sich bald wieder von ihm, und steigt schließlich mit ihrer kleinen Tochter Micaela in Vaters Zirkusunternehmen ein.
Nach seinem Tod 1927 leitet Paula Busch die Geschäfte allein. Sie erfindet die ersten Manegen-Schauspiele, inszeniert "Ben Hur", "Buffalo Bill" und "Die versunkene Stadt", schreibt nachts Romane und findet noch Zeit, sich für den Tierschutz einzusetzen.
Von den Nazis argwöhnisch bespitzelt und gegängelt, zieht sie sich nach Breslau zurück. Von dort kehrt sie bei Kriegsende in einem Aufsehen erregenden Treck mit ihren letzten Büffeln, Kamelen und 50 Pferden zurück und hilft den Berlinern mit einem Kutschunternehmen beim Wiederaufbau. Bald ist ihr Zirkus wieder Nummer eins in Deutschland und überlebt in Fusion mit Roland sogar die schweren Zeiten des Zirkussterbens in den 60iger Jahren.
Redaktion: Regina Tanne
Autor/in:
Monika Mengel
Starke Frauen: Paula Busch, Zirkusdirektorin






