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"Nein, vom Tanzen kriegt man dicke Beine", das ist der kurze, energische Kommentar der Mutter, als Suna Göncü im Kindesalter den Wunsch äußert, Ballettunterricht zu nehmen.
"Meine Eltern, türkische Migranten, wollten, dass ich später mal einen angesehenen Beruf erlerne, das Geld war knapp und Ballettstunden teuer" Ihren Traum, Tänzerin zu werden, beschreibt Suna Göncü, geboren 1969 in Recklinghausen, wie ein Fieber, das einfach nicht nachgelassen hat.
Mit siebzehn Jahren erfüllt sie sich endlich selbst den Wunsch. Sie jobbt, um heimlich Ballettunterricht zu nehmen. Sie hat Talent, ist für eine Anfängerin aber schon alt. Doch Suna trainiert mit doppeltem Einsatz, sie studiert elementaren Tanz und besteht als 23-jährige die Aufnahmeprüfung für das Bühnentanzstudium an der Folkwang Hochschule in Essen. 1998 gründet sie ihre eigene Tanzkompanie.
Autor/in:
Renate Werner
Starke Frauen: Suna Göncü, Choreographin





