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Ika Hügel-Marshall wächst als sogenanntes Besatzungskind in Deutschland auf. Ihr Vater, ein afroamerikanischer Soldat, wird 1946 von einem Tag auf den anderen in die USA zurück geschickt.
Die Mutter zieht die kleine Erika zunächst allein groß, heiratet später einen weißen Deutschen. In der Kleinstadt wird Ika als "Negermischling" beschimpft. Das Jugendamt überredet die Mutter, das Kind ins Heim zu geben. Viele Jahre nach diesem tiefgreifenden Erlebnis - Ika Hügel ist mittlerweile Sozialpädagogin - wächst in ihr der Wunsch, ihren Vater zu suchen.
Eine schier unendliche Odyssee beginnt. Nachforschungen, begleitet von Frage, ob sie überhaupt willkommen ist. Ika Hügel bekommt eine Adresse, schreibt einen Brief und erhält Antwort. Ihr Vater möchte sie sehen und freut sich. Sie wird vom ihm anerkannt, bekommt die US-Staatsbürgerschaft und nennt sich künftig Ika Hügel-Marshall. In ihrem Buch "Daheim unterwegs" dokumentiert sie ihren Lebensweg als schwarze Deutsche.
Heute arbeitet sie als Autorin und Beraterin für interkulturelle Therapien.
Autor/in:
Monika Mengel
Starke Frauen: Ika Hügel-Marshall, Afrodeutsche Autorin





