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Ihrer Grundschullehrerin beißt sie in die Hand, mit 17 fliegt sie wegen "antisozialistischen Verhaltens" von der Polytechnischen Oberschule. Eine Mitschülerin hat gepetzt, dass sie sich über Walter Ulbricht lustig gemacht hatte. Katja zieht in ein besetztes Haus und macht eine Ausbildung zur Schriftsetzerin. Als sie sich in einen Krankenpfleger verliebt, beschließt sie, als Hilfsschwester in der Psychiatrie zu arbeiten.
Nebenher schreibt sie kleine Geschichten. Später reicht ihr Mann die Texte heimlich beim Literaturinstitut in Leipzig ein und präsentiert ihr dann die Zusage zum Studium. Erst ist sie verärgert, dann sagt sie sich: "Na gut, Psychiatrie kennste. Machste ma das."
Nach ihrer Unterschrift gegen die Biermann-Ausbürgerung 1976 und mehreren gescheiterten Disziplinierungsversuchen durch "DDR-Aufsichtsbehörden" wird ihr schließlich nahegelegt, einen Ausreiseantrag zu stellen. 1984 zieht Katja Lange-Müller in den Westteil Berlins. Heute ist sie eine erfolgreiche Autorin.
Redaktion: Regina Tanne
Autor/in:
Grit Eggerichs
Starke Frauen: Katja Lange-Müller, Schriftstellerin






