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Sie trug Männerkleider, zog mit Beduinen und bekannte sich zum Islam. Wegen ihrer Affären mit einheimischen Männern hielten französische Kolonialbeamte sie für eine triebhafte, neurotische Spionin.
In ihren Tagebüchern erweist sie sich als empfindsame Kritikerin der Kolonialherrschaft, aber auch als Heimatlose "mit dem traurigen Gefühl, meiner absoluten Einsamkeit und der Gewissheit, dass nirgendwo auf dieser Welt auch nur ein Herz für das meinige schlägt."
Heute vor hundert Jahren starb Isabelle Eberhardt nach einem Wolkenbruch in ihrer Hütte - paradoxerweise in der Wüste.
Autor/in:
Monika Mengel
Starke Frauen: Isabelle Eberhardt, Kritikerin der Kolonialherrschaft
Literaturhinweise
- Catherine Sauvat, Jean-Luc Manaud: Isabelle Eberhardt - Abenteuer in der Wüste
Gerstenberg , 168 S.
zahlreiche Abbildungen; 35 Euro
- Anette Kobak: Wie treibender Sand. Das berauschende Leben der Isabelle Eberhardt. 1990 (ISBN 3701402965)
- Eglal Errera: Isabelle Eberhardt. Eine Biographie. 1989 (ISBN 3857871814)
Texte und Bücher von Isabelle Eberhardt:
- Nouvelles algériennes (1905)
Dans l'ombre chaude de l'islam (1906)
Les journaliers (1922) (posthum veröffentlicht)
In deutscher Sprache erhältlich:
- Sandmeere (ISBN 3499152312)
- Briefe an drei Männer (ISBN 3499131870)
- Briefe, Tagebücher, Prosa (ISBN 3857876719)





