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Dass sie in der Psychiatrie arbeitet, ist purer Zufall. Susanne Barthel ist 17, hat nach dem Realschulabschluss noch ein Jahr die Schule für Hauswirtschaft und Ernährung besucht, als sie sich als Krankenschwester bewirbt. Nach vielen Absagen meldet sich das Landeskrankenhaus Düsseldorf. "Mir war damals gar nicht bewusst, dass es Psychiatrie war", sagt die 35-jährige, die im Nachhinein froh über diesen Zufall ist.
Mittlerweile leitet sie eine geschlossene Abteilung in Köln. Susanne Barthel findet ihre Arbeit immer noch spannend und hat in 18 Jahren auch viel über ihre eigenen Schwächen und Ängste gelernt. Selbstbewusster sei sie durch den Umgang mit den Patienten geworden, von denen sie viel Wärme und Anerkennung bekomme - "mehr als draußen", wie sie sagt.
Angegriffen wurde die zierliche Krankenschwester nur ein einziges Mal, ganz am Anfang ihrer Berufslaufbahn. Da hat ihr eine alte Dame eine Ohrfeige verpasst - "selber schuld, denn man hatte mich gewarnt, aber ich wollte es nicht glauben."
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Susanne Barthel, Krankenschwester





