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"Die meisten Verbrennungen ziehe ich mir aus Unachtsamkeit im Haushalt zu, am Herd oder Bügeleisen", sagt Cornelia Mark-Maas. Bei der Arbeit mit der 1100 Grad heißen, flüssigen Bronze hingegen ist Deutschlands einzige Glockengießermeisterin absolut konzentriert und trägt außerdem Schutzkleidung.
Das seltene Handwerk hat die 45-jährige vom Vater und Großvater erlernt. Seit 1620 lebt die Familie Mark vom Glockengießen. Die Vorfahren sind noch als Wander-Gießer durch die Gegend gezogen, bis sich der Betrieb 1840 in Brockscheid in der Vulkaneifel nieder lässt. Für Cornelia Mark-Maas hat die Herstellung der erhabenen Musikinstrumente nichts an Faszination verloren seit sie mit 12 Jahren zum ersten Mal beim Gießen helfen darf.
Die dreifache Mutter mag die Arbeit für die Ewigkeit und den eigenwilligen Charakter der Glocken. Den richtigen Ton zu treffen, ist für sie jedes Mal aufs Neue eine Herausforderung. Die Kunst liegt in der Berechnung, ein Familiengeheimnis, das streng gehütet wird. Eines Tages wird die Glockengießermeisterin die Formel an ihre Kinder weitergeben.
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Cornelia Mark-Maas, Glockengießerin






