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"Ich habe es nie akzeptiert, als Farbige bezeichnet zu werden. Ich bin Afrikanerin, Südafrikanerin."
Patricia De Lille mischt schon ihr halbes Leben lang in der Politik mit - zunächst viele Jahre in der zu Apartheidzeiten verbotenen Partei Pan African Congress. Als das Parteiverbot aufgehoben wurde, auch hauptberuflich.
Zuvor hatte sie 15 Jahre lang in einer Farbenfabrik in Kapstadt gearbeitet und sich in der Gewerkschaft für die Rechte ihrer KollegInnen eingesetzt. Dort, sagt sie, habe sie das Rüstzeug für das politische Geschäft bekommen.
Als sie der südafrikanischen Regierung Korruption im Waffenhandel vorwarf, erhielt sie Todesdrohungen. Doch so schnell ließ sich Patricia De Lille nicht einschüchtern.
Der Kampf gegen Aids und sexuellen Missbrauch steht ebenfalls ganz oben auf ihrer Agenda. Zu Nelson Mandela hat sie ein väterliches Verhältnis. Er bezeichnet sie als seine Lieblingspolitikern.
Jetzt hat die 52jährige ihre eigene Partei gegründet, die Independent Democrats, und will damit bei den Wahlen antreten. Als charismatische Parteiführerin mit nationalem Ansehen stehen ihre Chancen nicht schlecht.
Autor/in:
Almuth Schellpeper
Starke Frauen: Patricia De Lille, Südafrikanische Politikerin





