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Vor gut zehn Jahren zieht Schwester Alexa Weißmüller vom Mutterhaus der Franziskanerinnen in Olpe nach Köln. Bis dahin hat die 51-jährige rein theologisch gearbeitet, war Gemeindereferentin und Novizenmeisterin.
In Köln ist ihre erste Station eine Notschlafstelle für Junkies. Für Schwester Alexa eine ganz neue Welt, an die sie sich erst gewöhnen muss. Sie traut sich nicht, das Geschirr aus der Küche zu benutzen. Lieber bringt sie Tag für Tag eine eigene Thermoskanne, Tasse und Löffel mit. "Als ich mich endlich überwunden habe, änderte sich auch mein Verhältnis zu den Leuten. Plötzlich konnte ich sie berühren, ihnen die Hand geben oder sie umarmen, auch wenn sie manchmal nicht so gut riechen."
Schwester Alexa kämpft für die Würde der Menschen ganz unten in der Gesellschaft, will eine Lobby für Obdachlose schaffen. Im Sommer letzten Jahres wählen über 500 Wohnungslose die Franziskanerin zur Ombudsfrau, die bei Konflikten im Kölner Hauptbahnhof mit Bundesgrenzschutz und Polizei schlichten soll.
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Starke Frauen: Alexa Weissmüller





