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Die faszinierende Welt der Physik hat Gisela Schütz, seit 2000 Direktorin am Stuttgarter Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme schon früh in ihren Bann gezogen. Als kleines Mädchen kann sie es kaum erwarten, in der Schule endlich mehr über die funkelnden Sterne am Nachthimmel zu erfahren und ist später im Fach Physik stets Klassenbeste. Gisela Schütz ist schon damals davon beseelt, eines Tages zu ergründen und zu verstehen, was die Welt im innersten zusammenhält. Während des Studiums an der Technischen Universität München spezialisiert sie sich auf Magnetismus und entdeckt den bis dahin unbekannten Effekt des "zirkularen polarisierten magnetischen Röntgendichroismus", der heute vor allem in der Computerindustrie von Nutzen ist. Für die Physikerin ist diese Entdeckung der Beginn einer genauso glänzenden wie kräftezehrenden Hochleistungskarriere in der Forschung, die 1998 vom Tod ihres Mannes überschattet wird.
Die 43-jährige steht nun allein vor der Aufgabe, die drei Kinder groß zu ziehen. Der Jüngste ist damals noch keine vier Jahre alt, der mittlere sieben, die Tochter acht. Viele Jahre verzichtet sie dem Nachwuchs zuliebe auf Forschungs- oder Vortragsreisen und organisiert ihre Arbeitstage so, dass sie am späten Nachmittag bei den Hausaufgaben helfen kann. Ein Kraftakt, der Gisela Schütz eine Menge Energie kostet. Aber aufgeben und sich hängen lassen, kam für sie nie in Frage. Dafür ist ihre Liebe zu den Kindern und zur Physik einfach zu groß.
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Redaktion:
Regina Tanne und Andrea Ueding
Serie Starke Frauen: Gisela Schütz







