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In den zwanziger Jahren feiert die Künstlerin Renée Sintenis ihre größten Erfolge. Ihre Tierplastiken verkaufen sich gut und sie genießt das mondäne Leben in Berlin.
Wenn die große, knabenhaft schlanke Frau mit den hohen Wangenknochen und dem frechen Kurzhaarschnitt auf Partys oder bei Sportveranstaltungen erscheint, sind die Fotografen nicht weit. Jeden Morgen reitet die 35jährige durch den Tiergarten und erscheint danach im Reitedress auf dem Kurfürstendamm, um in einem Café rauchend Zeitung zu lesen.
Anfang der dreißiger Jahre stellt sie in Paris und New York aus. In ihrer Heimat allerdings gilt ihre Kunst den Nationalsozialisten als "entartet". 1934 wird sie aus der Akademie der Künste ausgeschlossen. Nach dem Krieg kann sie an ihre alten Erfolge anknüpfen und erhält zahlreiche Auszeichnungen.
Renée Sintenis hat zwar auch Porträtbüsten, Frauenakte und Sportstatuetten geschaffen, berühmt wurde sie jedoch mit ihren Tierdarstellungen. Die bekannteste ist das heutige Wahrzeichen von Berlin: ein aufrecht stehender junger Bär.
Autor/in:
Sabine Tenta
Starke Frauen: Renée Sintenis - Bildhauerin






