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"Man kämpft nicht, weil man ein großer Held ist, sondern weil man keine andere Wahl hat, wenn man ein freies Leben führen will", sagt Sihem Bensedrine.
Seit langem engagiert sich die 54jährige tunesische Journalistin für Meinungsfreiheit und Menschenrechte in ihrem Heimatland. Dort regiert Staatspräsident Ben Ali, der 1987 an die Macht gekommen und dreimal mit mehr als 99 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden ist, mit eiserner Hand. Regime-Kritiker sind unerwünscht. Das bekommt auch Sihem Bensedrine zu spüren. Zeitungen, für die sie arbeitet, werden eingestellt, ihre Büroräume durchsucht, ihr Telefonanschluss wird gesperrt.
Immer wieder ist sie Opfer der staatlichen Willkür und Gewalt, wird verhaftet, gefoltert, auf offener Straße von maskierten Männern zusammen geschlagen. Trotz der Einschüchterungsversuche lässt sich die Journalistin und Menschrechtsaktivistin nicht mundtot machen. In ihrer Internet-Zeitung "Kalima" berichtet sie über die alltäglichen Schikanen der Polizei und den Machtmissbrauch der Regierung.
Seit Juli 2002 lebt sie als Gast der "Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte" in Deutschland im Exil.
Im Gedenken an die Leiden der politischen Opfer unter den Nationalsozialisten lädt die "Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte" seit 1986 Menschen, die in ihrem Heimatland von Haft und Repressalien bedroht sind, für ein Jahr nach Deutschland ein.
Die Stiftung ist auf Spenden angewiesen:
Das Spendenkonto ist bei der Hamburger Sparkasse, BLZ 200 505 50, Kontonr. 1022/250 359.
Autor/in:
Claudia Heissenberg
Starke Frauen: Sihem Bensedrine, Menschenrechtlerin






