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Sie wird geliebt und gehasst, verehrt und verabscheut. Dacia Maraini polarisiert, weil sie keine Kompromisse macht und die chauvinistischen Züge der italienischen Gesellschaft unermüdlich anprangert.
Geboren wird sie 1936 als Tochter der sizilianischen Adligen Topazia Alliata di Salaparuta in der Nähe von Florenz. Der Vater ist ein eigenbrötlerischer Ethnologe, der seine junge Familie 1938 nach Japan mitnimmt. Wegen ihrer liberalen, antifaschistischen Haltung werden die Marainis drei Jahre lang interniert. Erst 1946 kehrten sie nach Italien zurück. Die Familie zieht zu den aristokratischen Großeltern nach Bagheria auf Sizilien.
Hier entdeckt die pubertierende Dacia ihre Liebe fürs Schreiben und ihre Wut auf eine archaische Gesellschaft, die Frauen als unmündige Wesen unter die Kontrolle der Väter, Brüder oder Ehemänner stellt. Hier beginnt ihr Feldzug gegen männliche Arroganz.
Autor/in:
Kirstin Hausen
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Dacia Maraini, Schriftstellerin






