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Wenn es schneit, heißt es, dass Frau Holle ganz oben in den Wolken ihr Federbett ausschüttelt. Nach anderen Überlieferungen lebt sie tief in einer Unterwelt und entscheidet dort über Gut und Böse. Im Märchen der Brüder Grimm fallen Goldmarie und Pechmarie in einen bodenlosen Brunnen und betreten so das geheimnisvolle Reich der Frau Holle. Der Ursprung dieser Geschichte ist uralt. '
Früher war Holle oder Hulda die Bezeichnung für die »Göttin Holle«. In der Mythologie hat sie zwei Seiten, sie ist die holde, also gute Schöpferin – aber auch die Todesgöttin Holda. Mit der Spindel in der Hand entscheidet sie, wie lang der Lebensfaden eines jeden Menschen gesponnen wird. Und damit ist sie verwandt mit Göttinnen anderer Kulturen, die den Kreislauf der Natur bestimmen – ein Sinnbild dafür, dass nach dem Tod wieder neues Leben erwacht.
In Skandinavien, wo der Winter lange dauert und die Menschen früher oft nicht genug zu essen hatten, wird Huldra oder Hulla, verehrt. Der widerstandsfähige Holunder ist der »Holle-Baum«. Es heißt, wer seine Zweige brechen will, muss Frau Holle um Erlaubnis fragen.
Autor/in:
Monika Mengel
Redaktion:
Regina Tannne
Starke Frauen: Frau Holle






