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Aufgewachsen ist sie mit Chopin, Beethoven und Mozart, aber ihre große Liebe ist der Jazz. Romy Camerun ist heute eine der kreativsten deutschen Jazzsängerinnen, berühmt für die ungeheure Dynamik ihres Gesangs und ihre Bühnenpräsenz. Mühelos kann sie sich in einer Big Band Gehör verschaffen. Die Sängerin ist Frontfrau und gleichzeitig Soloinstrument. Die Modulationsfähigkeit ihrer Stimme erinnert an ein Saxophon oder eine Trompete.
Am 11. März 1964 geboren, wächst das afrodeutsche Mädchen bei Adoptiveltern in Dorsten auf. Namenspatin ist die Schauspielerin Romy Schneider. Wie die beiden Söhne der Familie lernt auch Romy früh Klavier spielen. Mit 17 wird sie vor einer Kneipe vom Pianisten der Abendband angesprochen. Ob sie Lust hat zu singen? Sie hat. Begeistert von ihrer Stimme, beschaffen die anderen Bandmitglieder für sie die Songs aller möglichen Jazz-Größen, z.B. von Ella Fitzgerald, Billie Holiday. Romy steigt ein in die wunderbare Welt der Improvisation und entwickelt einen Gesang, der mit jedem Konzert mehr unter die Haut geht.
Heute steht sie mit deutschen und international renommierten Jazz-Musikern auf der Bühne und hat auch in Amerika Erfolg. Neben ihren Auftritten gibt sie Workshops für Profi-Jazzer, die besonders ihren umwerfend trockenen Humor schätzen. Viele der Songs, die sie veröffentlicht, hat sie selbst geschrieben.
Autor/in:
Monika Mengel
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Romy Camerun, Sängerin





