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Winnenden, Emsdetten, Erfurt - Orte mit trauriger Berühmtheit - überall dort fanden Amokläufe in Schulen statt.
Für die Taktik der Polizei bei Amokläufen ist Erfurt ein einschneidendes Ereignis - damals warteten die ersten Einsatzkräfte vor Ort, auf das Eintreffen eines Spezialeinsatzkommandos - während im Gutenberg Gymnasium in Erfurt der Täter Robert Steinhäuser weiter wütete. Wir alle erinnern uns an die Fernsehbilder, man sah wie sich Polizisten zunächst hinter ihren Autos verschanzt- und an den Fenstern der Klassenräume viele Schüler "Hilfe!" auf Schilder geschrieben hatten. Die Beamten waren damals nicht gleich zum Täter vorgedrungen, sondern hatten abgewartet - Aus heutiger Sicht ein Fehler.
Seit dem Amoklauf von Erfurt, im Jahr 2002 gilt ein neues Polizeigesetz: Die Polizisten, die als erstes vor Ort, sind müssen auch sofort eingreifen.
Dementsprechend trainieren alle im Außendienst tätigen Polizisten hier in Nordrhein Westfalen regelmäßig für einen möglichen Einsatz während eines Amoklaufes.
"Neugier genügt" Reporter Utz Dräger hat einen solchen Trainingstag bei der Polizei in Essen begleitet.
Das Feature wird um 23:10 Uhr auf WDR 5 wiederholt.
Autor/in:
Ute Dräger
Redaktion:
Andreas Blendin
Simulation Amoklauf








