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»Nachtarbeit ist ein Genuss«, schwärmt die Astrophysikerin, die sich auf Kometenkunde spezialisiert hat. Rita Schulz ist die einzige Frau bei der Europäischen Weltraumbehörde ESA, die ein Großprojekt mit einem Budget von einer Milliarde Euro leitet. Sie managt die Rosetta-Mission, die das Geheimnis lüften soll, wie unser Universum entstanden ist.
Rita Schulz wird 1961 in Dortmund geboren und interessiert sich schon als Kind für Außerirdisches. Die Begeisterung für das All lässt auch später
nicht nach, Rita Schulz studiert Physik und Kometenwissenschaft. Sie lernt ihren Mann kennen, auch er ist Physiker. Die beiden vereinbaren: Wer zuerst eine feste Stelle bekommt, nimmt sie, der andere betreut die Kinder. Doch zunächst steht die Diplomarbeit an.
Um den Kometen Halley zu beobachten, reist die junge Frau zur Europäischen Sternwarte nach Chile. Rita Schulz promoviert 1991 mit dem Schwerpunkt Astrophysik und erlangt im selben Jahr das Diplom in Chemie. Fünf Jahre später kommt sie als Wissenschaftlerin zur Europäischen Weltraumagentur ESA und habilitiert sich in der Astrophysik. "Es ist schade, dass es auf diesem Gebiet so wenige Frauen gibt«, sagt sie. In Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Leistungen wurde der Asteroid 1986 VX5 (8640) "Ritaschulz" benannt. Die Astrophysikerin lebt mit ihrer Familie im holländischen Nordwijk. Um die beiden Kinder hat sich lange - wie vereinbart - ihr Mann gekümmert.
Autor/in:
Renate Werner
Serie Starke Frauen: Rita Schulz






