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"Der Landeplatz auf meiner Seele ist noch immer frei" - Tamara Danz ist eine neugierige Frau, eine, die genau beobachtet. Bis es möglich ist, ihre Erlebnisse in Worte fassen, geht die Tochter eines DDR-Diplomaten einen langen Weg.
Als Jugendliche singt sie politische Lieder im Oktoberclub und spielt "Auftragsmucken" in Rumänien mit ihrer Band "Familie Silly". Musikvermarktung funktioniert in der DDR nach ähnlichen Regeln wie im Westen. Tamara Danz wird als Projektionsfläche männlicher Rockröhrenphantasien benutzt.
Weil sie auf der Bühne ebenso energisch zur Sache kommt wie Tina Turner, wird sie als Ostausgabe der US-Sängerin vermarktet. Ihre toupierte Mähne, die deutliche Absage an DDR-Aufbaulyrik, ihre Eigenwilligkeit macht sie zu einem Idol der Jugend in der spießigen Atmosphäre der Ära Honnecker.
Bild: Archivbild Rockgruppe Silly; Rechte: WDR/picture-alliance Aber erst nach der Wende kommt Tamara Danz ganz zu sich. Für das erste Silly-Album nach der Wende schreibt sie alle Lieder selbst: sensibel, kraftvoll und oft melancholisch. 1996 stirbt sie mit 43 Jahren, an Krebs.
Autor/in:
Grit Eggerichs
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Tamara Danz, Sängerin






