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Sie reitet wie der Teufel, geht zur Jagd, trägt häufig Männerkleidung, studiert lieber in der Nacht statt zu schlafen und weigert sich ein Leben lang, zu heiraten. Christine von Schweden, die Tochter Gustav Adolfs II, wird 1644, mit 18 Jahren, Königin ihres Landes. Schon zehn Jahre später dankt sie ab und überlässt ihrem Vetter Karl Gustav den Thron. Während ihrer Regierungszeit blüht Schweden auf, entwickelt sich von einer Kriegsnation zu einem Land der Wissenschaften und der schönen Künste. Christine umgibt sich mit berühmten Gelehrten, baut Bibliotheken und Museen und fördert besonders die Universität Uppsala. Romanzen mit Männern sind nicht bekannt. Fast 20 Jahre lang gilt ihre Liebe der Hofdame Ebba Sparre.
Die letzten Jahrzehnte ihres Lebens verbringt Christine von Schweden im sonnigen Italien. Aus Protest gegen den strengen Calvinismus in ihrem Heimatland konvertiert sie zum katholischen Glauben. In den Salons der italienischen Hauptstadt wird sie bald zum Zentrum angeregter und freigeistiger Debatten. Sie stirbt 1689 in Rom. Die Schauspielerin Greta Garbo hat Christine von Schweden im Film ein Denkmal gesetzt.
Autor/in:
Monika Mengel
Redaktion:
Regina Tanne
Starke Frauen: Christine von Schweden - Königin






